Die IG Bau möchte der Holcim-Geschäftsführung am Freitag einen Forderungsbrief übergeben.
Die IG Bau hat für Freitag, 13. Dezember, eine Solidaritätsbekundung vor dem Holcim-Werk in Dotternhausen für die Beschäftigten von Schotter Teufel angekündigt. Beginn ist um 16 Uhr.
Wie Gewerkschaftssekretär Esteban-Sebastian Neira erklärte, finden am Freitag parallel Gespräche der Holcim-Geschäftsführung mit dem Betriebsrat statt. Neira werde als Vertreter der Gewerkschaft daran teilnehmen.
Forderbrief wird übergeben
Die IG bau hofft auf eine rege Teilnahme sowohl von Mitarbeitern von Schotter Teufel als auch von Holcim. Im Rahmen der Solidaritätsbekundung soll der Geschäftsführung auch ein Forderungsbrief übergeben werden, dessen Inhalt sich derzeit noch in der Abstimmung befinde.
In der vergangenen Woche soll bei einer Betriebsversammlung der Straßberger Firma Schotter Teufel die Stilllegung des Steinbruchs verkündet worden sein verbunden mit Personalabbau. mehr als 80 Arbeitsplätze sollen auf dem Spiel stehen, heißt es.
Holcim: Strategische Neuausrichtung
Die Firma Schotter-Teufel wurde 2021 von der Firma Holcim übernommen. Deren Pressesprecherin Sabine Schädle erklärte auf Anfrage, dass der Steinbruch-Betrieb nicht stillgelegt werden soll, sondern die Firma „eine strategische Neuausrichtung, mit dem Ziel, nachhaltige Innovationen voranzubringen“ durchlaufe. Und weiter: „Im Zuge dieser Transformation wird Schotter-Teufel den Betrieb des Steinbruchs und die Schotterproduktion in Straßberg stufenweise neu aufsetzen.“ Die Pressesprecherin versichert, dass Holcim mit den betroffenen Mitarbeitern in Kontakt steht und sie während des Prozesses aktiv unterstützen wird.
Sozialverträgliche Verhandlungen
„Wir von der IG Bau sind der Überzeugung, dass Schotter-Teufel ein zukunftsfähiges Werk ist“, so Neira. Falls sich eine Schließung des Straßberger Steinbruchs nicht abwenden lässt, hofft die IG Bau darauf, „dass die Verhandlungen sozialverträglich über die Bühne gehen“.