Über hundert Zuhörer waren zur Vorstellung des Projektes in das Haus des Gastes in Schonach gekommen. Foto: Erika Rapthel-Kieser

In Schonach wurde jetzt vor großer Zuschauerkulisse vorgestellt, was die Gemeinde und die FWD-Hausbau mit dem Sozialgrundstück planen: 13 barrierefreie Wohnungen.

In dem Boot, das der Schonacher Bürgermeister Jörg Frey und der Chef der FWD Hausbau- und Grundstücks GmbH aus Dossenheim, Matthias Günther, da vollgeladen haben, sitzen viele Beteiligte. Sie alle sollen dafür garantieren, dass Schonachs Seniorenprojekt ein Riesenerfolg wird. „Das liegt schon so lange auf meinen Tisch,“ bekannte Frey in seiner Begrüßungsrede.

 

Der Chef der Schwarzwaldkommune freute sich sehr darüber, dass zur letztendlich zweistündigen Vorstellung des Projektes, so viele interessierte Bürger, mögliche Investoren und Senioren in das Haus des Gastes am Kurpark in Schonach gekommen waren.

Der Standort könnte kaum besser sein

Es geht um eine im Bebauungsplan verzeichnete Sozialimmobilie in Schonach, direkt zwischen Rathaus, Kirche und Kurpark. Und wenn es nach dem guten alten Maklerspruch: Lage, Lage, Lage, geht, dann könnte der Standort in der Hauptstraße 14, wirklich kaum besser sein.

Klar war aber von vornherein, dass die 13 Wohnungen unterschiedlicher Größe, die da jetzt entstehen werden, vor allem betagten Menschen zur Verfügung stehen sollen.

Matthias Günther erklärte ausführlich, was seine FWD in Schonach auf der Sozialimmobilie plant. Foto: Erika Rapthel-Kieser

Wer sie kauft und dann vermietet, das spielt keine Rolle, aber bewohnen dürfen sie nur Menschen ab 60 Jahren oder solche, die körperlich eingeschränkt sind. In den großen Wohnungen, die für zwei Personen konzipiert sind, muss mindestens einer von beiden eine dieser Voraussetzungen erfüllen.

Im Haus entstehen 2-und 3-Zimmerwohnungen, alle barrierefrei, mit Wohnflächen von 55 bis 73 Quadratmetern und Preisen zwischen 283.000 und 378.000 Euro. Das Konzept des Betreuten Wohnens – explizit nicht ein Pflegewohnheim wie Günther betonte – biete aber Absicherung im Alter und eine Hausgemeinschaft, die soziale Kontakte und ein fürsorgliches Miteinander fördern soll.

Dazu habe man mit der Sozialstation St. Marien, Raumschaft Triberg, einen sehr erfahrenen Partner gewonnen. Die Sozialstation soll dann den Betrieb der Tagespflege, die ebenfalls im Haus untergebracht ist und den Grundservice für die Bewohner der Wohnanlage sichern.

Die Banken sind bei der Abwicklung mit im Boot

Den Verkauf der Eigentumswohnungen sollen die Immobilienexperten der Sparkasse Schwarzwald-Baar und der Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG übernehmen. „Das ist auch wichtig für diejenigen, die vielleicht ein großes Haus mit Garten haben, sich im Alter verkleinern wollen und das was sie bisher haben, verkaufen möchten.

Da sind sei bei den beiden großen Banken ja auch in guten Händen“, erläuterte FWD-Chef Matthias Günther. Die Baupläne stellte Günther danach auf der Bühne des großen Saales mit einer Powerpoint-Präsentation vor.

Die Pläne waren am Eingang des Saales aufgehängt und stießen gleich auf großes Interesse. Foto: Erika Rapthel-Kieser

Er betonte dabei auch, dass die unmittelbare Nähe zum Kurpark für die Bewohnerinnen und Bewohner eine besondere Attraktion sei. Der Zugang vom Gebäude zum Kurpark soll mit einem Weg angelegt werden, die Aussicht Richtung Kurpark mit großen Fenstern und einer Pergola sichergestellt werden.

Die werde das auf dieser Seite fünfstöckige Gebäude auch nicht so wuchtig erscheinen lassen. Denn das Grundstück hat eine extreme Hanglage.

Die Zuhörer hatten viele Fragen zu den Bedingungen

In Schonach weiß das zwar jeder, aber die Pläne zeigten noch einmal, wie der Architekt die zu einer ansehnlichen Lösung verarbeitete.

Denn zur Hauptstraße hin wird das Gebäude inklusive Dachgeschoss nur dreistöckig erscheinen, an der Seite Platz für eine Auffahrt für die integrierte Tagespflege haben und überdachte Parkplätze vor dem Gebäude.

Die Zuhörer hatten prompt viele Fragen, viele die das Mietrecht betreffen und auch solche, die sich genau danach erkundigten wie es läuft, wenn sie die Vermietung für fünf oder zehn Jahre an die FWD abtreten, was das Unternehmen anbietet.

Der Baubeginn ist noch in diesem Sommer

Zwei Fragen beantwortete Matthias Günther aber voller Überzeugung zum Abschluss: Der Baubeginn wird noch in diesem Sommer sein und die Preise für die Wohnungen bleiben, wie sie angegeben sind. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Wohnungen Ende 2027 bezugsfertig sein.