08-Spielführer Benedikt Haibt war 2018 nach dem verlorenen Finale gegen Linx sichtlich enttäuscht. Findet das Endspiel wieder in Lahr statt? Foto: Marc Eich

Villingen und Bahlingen bestreiten am 23. Mai das Pokal-Finale. Wie viel Geld bekommt der Sieger, wo findet das Endspiel statt, was meint der 08-Trainer? Wir haben die Antworten.

SBFV-Pokal: Sicher ist, dass das Endspiel am Samstag, 23. Mai, im Rahmen des Finaltages der Amateure stattfinden wird. „Es wird noch etwas dauern, bis die Anstoßzeit feststeht“, verweist Johannes Restle darauf, dass dies auch von den ARD-Planungen, das Erste wird in vier Live-Konferenzen (Anstoßzeiten: 11.30 Uhr, 13.30 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr) die Endspiele der 21 Landesverbände übertragen, abhängt. „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt der Geschäftsführer des Südbadischen Fußballverbandes.

 

Der Gipfel

Dieser freut sich riesig, dass es am 23. Mai zum südbadischen Gipfel zwischen Oberligist FC 08 Villingen und Regionalligist Bahlinger SC kommen wird. „Das ist das absolute Topspiel“, fiebert Restle dem Duell zwischen dem Rekordpokalsieger (Villingen) und dem Titelverteidiger (Bahlingen) entgegen. Es ist das erste Endspiel zwischen dem FC 08 und dem BSC.

Lahr oder Offenburg?

In der nächsten Woche soll verkündet werden, wo das Finale im Rothaus-Pokal steigt. Noch würden, so Restle, die letzten Gespräche dazu laufen.

Laut unseren Informationen ist nicht nur das Offenburger Karl-Heitz-Stadion eine Option, sondern auch das Volksbank Stadion in Lahr. Dort unterlag der FC Villingen im Jahr 2018 im Finale dem SV Linx mit 1:2. Die DJK Donaueschingen musste sich in Lahr 2022 dem SV Oberachern mit 0:2 geschlagen geben.

Dreisamstadion

Das Freiburger Dreisamstadion war in diesem Jahr aufgrund von Umbauarbeiten keine Option. Und wie geht es in Sachen Finalort 2027 weiter, könnte das Dreisamstadion zu einer festen Endspielstätte, wie in Württemberg das Gazi-Stadion der Stuttgarter Kickers, werden? „Darüber machen wir uns noch Gedanken“, schließt Johannes Restle dies zumindest nicht aus.

Geldschlüssel

Der Sieger des Finals steht in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals. Der Verteilungsschlüssel für die Einnahmen im DFB-Pokal der Männer für die Saison 2025/2026 sah für Erstrundenteilnehmer eine Prämie von 211.886 Euro vor.

Laut SBFV-Ausführungsbestimmungen (Mai 2024) wird diese Prämie – Stichwort „Solidarbetrag“ – aber so aufgeteilt: „Der Südbadische Verbandspokalsieger verpflichtet sich 25 Prozent von den vom DFB für die Teilnahme am DFB-Vereinspokal gezahlten Vermarktungserlösen zzgl. Umsatzsteuer in einen Solidartopf abzuführen. Ihm verbleiben sämtliche weitere Einnahmen aus dem DFB-Vereinspokal, insbesondere die Zuschauereinnahmen usw. Hierzu ist von jedem Teilnehmer des Viertelfinales eine verbindliche Abtretungserklärung gemäß anliegendem Formblatt fristgerecht und rechtsverbindlich unterschrieben der SBFV-Geschäftsstelle vorzulegen. Ohne diese Erklärung ist der Verein von der weiteren Teilnahme am Verbandspokal und der Verteilung des Solidartopfes ausgeschlossen. Im Verzugsfall ist der diesem Verein zugeloste Verein eine Runde weiter.“

Und weiter: „Der Solidarbeitrag wird jährlich ohne Abzug von Verwaltungskosten nach Eingang der Zahlung durch den DFB vom SBFV an die Verbandspokalteilnehmer wie folgt ausgeschüttet: 16 ausscheidende Verlierer der 2. Hauptrunde je 1,25 Prozent, 8 ausscheidende Achtelfinalisten je 2,5 Prozent, 4 ausscheidende Viertelfinalisten je 5,0 Prozent, 2 ausscheidende Halbfinalisten je 10 Prozent, unterlegener Finalist 20 Prozent.“

158.915 Euro für den Sieger

Dies würde bedeuten, dass der Pokalsieg mit 158.915 Euro belohnt wird. Für den Verlierer des Endspiels blieben 10.594 Euro, für die Verlierer der Halbfinals je 5297 Euro. Der Einzug in das Viertelfinale würde mit 2648 Euro belohnt, Achtelfinal-Teilnehmer würden mit 1324 Euro rechnen können. Teilnehmer der 2. Hauptrunde könnten 662 Euro für die Vereinskasse einplanen.

Matthias Uhing

Für den Villinger Coach ist es ein ganz besonderes Finale zwischen den beiden südbadischen Top-Teams, die zusammen schon 15 Pokalsiege (FC 08 11, BSC 4) feierten. „Diese Paarung hat ein Endspiel verdient. Das ist ein Topspiel. Schön, dass die Losfee es schaffte, dass dieses Duell erst im Finale stattfindet. Wer den Pokal gewinnen will, der muss jeden Gegner schlagen. Da Bahlingen in der Regionalliga spielt, ist der BSC von der Papierform her der Favorit. Ich denke, dass die Chancen aber bei 50:50 liegen“, wird es für Matthias Uhing das erste SBFV-Pokal-Endspiel als 08-Cheftrainer sein.