Sanierungs- und Reparaturarbeiten an der Kirche St. Johann in Bad Dürrheim sind in vollem Gange und teilweise auch schon abgeschlossen. Foto: Anna-Sophie Zepf

Die Sanierung der St. Johann Kirche in Bad Dürrheim läuft auf Hochtouren. Klima, Denkmalschutz und Artenschutz spielen dabei eine zentrale Rolle.

Im September haben die umfassenden Sanierungs- und Reparaturarbeiten an der St. Johann Kirche in Bad Dürrheim begonnen. Nun sind sie in vollem Gange und teilweise auch schon abgeschlossen. Was gemacht wurde und was noch auf dem Plan steht – wir haben nachgefragt.

 

Die Planung der Sanierungs- und Reparaturmaßnahmen habe viel Zeit in Anspruch genommen, erklärt Michael Dury, Verwaltungsbeauftragter von der Verrechnungsstelle Villingen der Erzdiözese Freiburg.

Schon vor ein paar Jahre sei aufgefallen, dass die Bestandsziegel auf der ursprünglichen Kirche von 1848 schadhaft seien, so Dury. Aber die Denkmalschutzgenehmigung habe lange auf sich warten lassen.

Inzwischen befinde sich die Neueindeckung des Dachs bereits in den Endzügen. Die Arbeiten seien einfach gewesen, meint er. Denn „Fäulnis war noch nicht gegeben“ – auch der Dachstuhl habe keiner Reparaturarbeiten bedurft, erläutert Dury.

Klima- und Artenschutz

Doch mit der Neueindeckung des Kirchendachs sind die Baumaßnahmen an der Kirche in der Bad Dürrheimer Innenstadt noch lange nicht beendet. Es stehen noch einige Neuerungen und Sanierungen auf dem Plan: Auf dem Dach werde der Blitzschutz erneuert, die Fassade werde ebenfalls neu gestrichen und es gebe einige Schönheitsreparaturen an der Turmfassade, die angegangen werden, erklärt er.

Solange das Gerüst noch steht, werde auch eine Photovoltaik-Anlage in nächster Zeit auf der Südseite des Daches ergänzt. Diese solle zu den Klimazielen unter anderem der geplanten Klimaneutralität der Erzdiözese Freiburg beitragen, meint Dury.

Neben dem Klima liegt der Diözese der Artenschutz am Herzen. Der Lebensraum für die Fledermäuse in der St. Johann solle erhalten bleiben, stellt er klar.

Besonderer Schutz der Orgel

Ein weiteres Umbaumaßnahme betrifft die Kirchenfenster auf der Südseite. Die bestehende Bleiverglasung solle durch eine Vorsatzverglasung geschützt werden, erklärt der Verwaltungsbeauftragte.

Dury hebt hervor, dass diese Maßnahme nicht nur dem Erhalt der Fenster diene, sondern auch dem Schutz der Orgel. Diese reagiere empfindlich auf die durch Sonneneinstrahlung entstehende Hitze und werde durch die Umbauten besser davor bewahrt.

Auch die Innenbeleuchtung erfordert eine Modernisierung. Die bestehenden Halogenlampen werden durch eine LED Beleuchtung ersetzt, da die ursprünglichen Halogenleuchtmittel nicht mehr verfügbar seien, berichtet er.

Ende der Bauarbeiten ist in Sicht

Das Ende diese Liste an Arbeiten ist allerdings in Sicht: Bis Mitte November sei geplant, das Gerüst für die größeren Arbeiten stehen zu lassen. Sollte es gebraucht werden auch noch für die Vorsatzverglasung. Aber etwa zu dieser Zeit sollten die Sanierungs- und Reparaturarbeiten an der St. Johann Kirche vollendet sein, so Dury.

„Wir sind froh, dass es geklappt hat“, meint der Verwaltungsbeauftragte – noch bevor der Frost eingesetzt habe. Denn nach der kalten Jahreszeit gibt es noch einige Pläne für die katholische Kirche in Bad Dürrheim und auch für die St. Gallus in Unterbaldingen.

Das Flachdach der Sakristei der St. Johann solle im Frühjahr gemacht werden sowie die Eingangstüren, die sich derzeit nicht mehr einwandfrei öffnen und schließen ließen, meint Dury. In Unterbaldingen erfolge ebenfalls im Frühling die Neueindeckung des Kirchendachs.