Ein verwunderlicher Anblick: Auf dem DRK-Parkplatz in Altensteig wurden die Altkleidercontainer zur Wand hin gestellt. Warum das so ist, erklärt Lothar Tiburski vom Ortsverband.
Wer in den vergangenen Wochen Altkleider bei den Kleidercontainern des Roten Kreuz in Altensteig abgeben wollte, musste unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Denn die Container sind umgedreht, so dass nichts mehr eingeworfen werden kann. Das Rote Kreuz hat sich in Altensteig vom Kleidersammeln zurückgezogen. „Es lohnt sich nicht mehr“, erklärt Lothar Tiburski, Vorsitzender des Ortsverband des Roten Kreuzes in Altensteig. Die Preise, die für Altkleider erzielt werden, sind längst nicht mehr auskömmlich. Früher war es ein kleines Zubrot für die DRK-Kasse.
Müll in den Containern und drum herum
Was das DRK mittlerweile für die Tonnen an Textilien bekommt, decke nicht einmal die Kosten für eine Tour, um die Container zu leeren. 60 bis 70 Kilometer kommen zusammen, wenn alle Stellen angefahren werden und der Inhalt der Container noch nach Nagold gebracht werden muss.
Ein weiterer Grund: Im Container landen nicht nur Kleidungsstücke oder andere Textilien: sondern auch eine ganze Menge Müll, auch Essensreste werden im Kleidercontainer entsorgt. Der Bereich um die Abgabestellen würden ebenfalls regelmäßig zugemüllt.
Er habe es auch schon erlebt, dass Menschen in die Container gekrabbelt sind, um sich dort mit Kleidung zu versorgen. Tiburski verweist auf die DRK-Kleiderkammer in Altensteig. Dort gebe es Kleidung für kleines Geld zu kaufen. Auch der Inhalt der Container ging, soweit er noch in Ordnung war, in den Verkauf.
Kleider lassen sich in der Regel nicht weitergeben
Allerdings ist auch der Anteil an Kleidung zum Weitergeben nicht mehr besonders hoch. Das liege auch an der Qualität, die das schnelllebige Modegeschäft mit sich bringt. „Auf der anderen Seite sind Sachen drin, die noch nie angezogen wurden“, erklärt Tiburski.
Einige der Container des DRK Altensteig hat die Abfallwirtschaft des Kreises, die AWG, übernommen.