Die 100-jährige Maria Steigmayer, flankiert von den beiden Gratulanten, Bürgermeister Frank Schroft und seinem Ersten Stellvertreter Thomas Holl. Foto: Stadt Messstetten/Volker Bitzer

Maria Steigmayer aus Meßstetten hat vor wenigen Tagen ihren 100. Geburtstag gefeiert.

Maria Steigmayer ist die älteste Bürgerin von Meßstetten und gegenwärtig der einzige Mensch im gesamten Stadtgebiet, der die „100“ überschritten hat. Dieser Tage, genauer am Pfingstsonntag, war es bei Maria Steigmayer so weit.​

 

Zwei Tage später hatte sich hoher Besuch angekündigt. Um 15 Uhr schellte es und vor der Haustür in der Justinus-Kerner-Straße standen Bürgermeister Frank Schroft und sein Erster Stellvertreter Thomas Holl. Sie gratulierten der noch immer vitalen und rüstigen Seniorin persönlich zu ihrem besonderen „Runden“ und überreichten Geschenke. In einem kleinen Plausch erzählte Maria Steigmayer von ihrem zufriedenen Leben.

Zehn Urenkel zu Gast

Klar gab es laut städtischer Pressemeldung Tiefpunkte, gerade nach dem Krieg, aber im Grunde ging es ab dann stetig bergauf. Nicht nur wörtlich, sondern real, als die gebürtige Banaterin in den 1950er-Jahren zusammen mit Ehemann Anton nach Meßstetten kam und das Paar eine neue Heimat fand. Sie arbeitete in der Nadelfabrik Groz-Beckert, später als Selbstständige. Mit ihrem Anton durfte sie im November 2016 das äußerst seltene Fest der Gnadenhochzeit feiern, ein Jahr später verstarb ihr Ehemann 94-jährig.

Jetzt zum „100.“ waren sie alle nach Meßstetten gekommen, die mittlerweile große Familie: drei Kinder, sieben Enkel und zehn Urenkel. Viele wohnen noch in der näheren Umgebung und schauen, ebenso wie die Sozialstation, regelmäßig nach der „Oma“, die aber ansonsten noch alleine in ihrem Eigenheim zurechtkommt. Zu verdanken hat sie das ihrer außergewöhnlichen Gesundheit. Nach ihrem Geheimrezept dafür fragend, verriet Maria Steigmayer dem Schultes schmunzelnd: „Es sind wohl die donauschwäbischen Wurzeln und die gute Meßstetter Luft!“