Da schaut mancher Autofahrer verwundert: An der B462 zwischen Rottweil und Dunningen wird scheinbar eine neue Abfahrt gebaut. Wir klären auf, was dahintersteckt.
Seit einiger Zeit wird an der B462 zwischen Rottweil-Hochwald und Dunningen gearbeitet - jetzt sieht das Ganze schon fast nach einer neuen Abfahrt aus. Doch wohin?
Um diese Frage zu klären, muss man gedanklich die Gemeindegrenzen überspringen. Und zudem an eins der derzeit meist diskutierten Themen im Landkreis denken: die Windkraft.
Wie das Landratsamt auf Nachfrage bestätigt, handelt es sich bei der neuen Straße nämlich um eine Baustellenzufahrt für den neuen Windpark Bösingen-Herrenzimmern. Geplant sind drei Windräder - davon eines im Wald – zwischen Herrenzimmern und Dunningen mit einer Gesamtleistung von 20,4 Megawatt, einer Nabenhöhe von 164 Metern und einer Gesamthöhe von 245,5 Metern. Projektentwickler und Betreiber ist die Firma Alterric.
Die Zufahrt für den Bau der Windräder wird also über die B462 erfolgen. Mit den Erdarbeiten wurde bereits im Dezember gestartet, jetzt ist der „Anschluss“ an die vielbefahrene Verkehrsader nicht mehr zu übersehen. Pro Windrad werden zu dem Kranstellflächen mit einer Größe von rund 70 mal 60 Metern erstellt.
Mit einer Schotterschicht werden Zufahrt und Stellflächen tragfähig gemacht. Projektleiter Sven Gerstlauer hatte unsere Redaktion bei einem früheren Termin informiert, dass insgesamt rund 3000 bis 4000 Kubikmeter Erdreich und Schotter angefahren werden müssen.
Abfahrt Dunningen
Und das ist aktuell nicht die einzige Baustelle an der B462. Die Abfahrt Dunningen-Mitte ist gesperrt, hier wird der Asphalt erneuert. Die Umleitung erfolgt über die Ortsmitte.
Die Windräder sollen sich dann übrigens ab Sommer 2027. Bis dahin sind noch einige mächtige Schwertransporte auf der neuen Zufahrt zu erwarten.