Der Verein „Pferdeglück“ unterstützt Reittherapie für Kinder und Erwachsene mit oder ohne Handicap. Freitagnachmittags findet das offene Kinderreiten nach Voranmeldung statt. Die Araber-Reitschule befindet sich auf dem Eschenhof bei Dornhan. Foto: Verein/Haberstroh

Trotz der hochansteckende Pferdekrankheit Druse ist das Engagement des Dornhaner Vereins „Pferdeglück Reittherapie“ für die Arbeit von Krystyna Laskowski groß.

Die vergangenen Monate brachten einige Herausforderungen mit sich, erfuhr man bei der jüngsten Hauptversammlung des Vereins „Pferdeglück-Reittherapie“.

 

Diesmal tagte der Verein im Feuerwehrhaus in Fluorn-Winzeln. Es war die erste Sitzung, die das im vergangenen Jahr neu gewählte Vorstandsteam einberufen hatte. Gegründet wurde der Verein im Jahr 2018.

Fokus auf neue Geldquellen

Man wollte einen Unterstützerkreis für die Araber-Reitschule von Krystyna Laskowski bilden. Dieser besteht bis heute, wobei der Fortbestand des Vereins im vergangenen Jahr noch ungewiss war.

Doch es ging weiter. Ein neues Vorstandstrio wurde gefunden und eingesetzt. Dieses hatte es sich gleich zur Aufgabe gemacht, neue Sponsoren und Einnahmequellen zu suchen. Dass sich in dieser Hinsicht etwas getan hat, ging aus dem Jahresrückblick von Marion Schlegel hervor.

Spende über 10 000 Euro

Zuvor wurden die Mitglieder mit einem kleinen Film auf den Nachmittag eingestimmt. Das Hauptaugenmerk habe im vergangenen Jahr auf der Verbesserung der finanziellen Situation gelegen, informierte die Vorsitzende.

Eine Spende der „Hildegard und Katharina Hermle Stiftung“ in Höhe von 10 000 Euro habe dabei sehr geholfen. Ziel sei es weiterhin, das finanzielle Polster zu erhöhen. Doch die Freude währte nicht lange: „Denn Krystyna und uns ereilte im Februar ein ‚herber Nackenschlag‘“. Die hochansteckende Pferdekrankheit Druse wurde eingeschleppt und habe trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auch vor Krystynas Pferden nicht Halt gemacht.

Pferde haben überlebt

„Es war schlichtweg eine Katastrophe“, sagte Schlegel. Alle seien erkrankt. Zu den Sorgen um die Pferde kam nun auch der finanzielle Aspekt hinzu. Neben den laufenden Kosten mussten zusätzliche Ausgaben für den Tierarzt und Spezialfutter gestemmt werden.

Auch die Reitstunden konnten nicht mehr abgehalten werden. Doch man habe viel Unterstützung erhalten und letztlich Glück im Unglück gehabt. Alle Pferde haben die Krankheit überstanden. Keine Selbstverständlichkeit.

Viele Spendenaktionen

Fast alle Pferde sind über 20 Jahre alt, erklärte Laskowski. Der älteste Hengst werde demnächst 36 Jahre alt. Mittlerweile laufen die Pferde wieder, auch wenn sie noch nicht zu 100 Prozent fit sind, erklärte die Pferdetherapeutin.

Die Kinder sind sichtlich begeistert. Foto: Verein/Haberstroh

Fleißig waren die Verantwortlichen auch beim Spendensammeln. Eine Spendenwanderung der Kreissparkasse Rottweil in Kooperation mit der Plattform „Betterplace“ und die Aktionen „Bring dich ein für deinen Verein (Netto Marken-Discount) und „Einkaufen und Gutes tun“ (Penny Dornhan) zweier Discounter sorgten für weitere Einnahmequellen.

Ein Pferd im Fernsehen

„Da sieht man mal wieder, wie viel man gemeinsam bewegen kann“, freute sich die Vorsitzende. Außerdem waren zwei Schulklassen mit insgesamt 41 Schülern, der Kindergarten Epfendorf und die Neckarwerkstatt zu Besuch bei Krystyna und ihren Pferden.

Haupttherapie-Pferd Neddor hatte sogar einen Gastauftritt in der SWR-Serie „Die Fallers“. Die Folge „Der Verrat“ ist in der Mediathek abrufbar. Momentan habe der Verein 86 Mitglieder, schloss Schlegel ihren Bericht.

Geplant sind unter anderem ein Flohmarkt und ein „Vormittag rund um das Pony“ für fünf- bis sechsjährige Kinder, der voraussichtlich im März stattfinden wird.

Die Spendenaktion „Bring dich ein für deinen Verein“ läuft noch bis zum 29. November in den beiden Netto-Filialen in Oberndorf.