Alle hoffen, dass Begegnungen zwischen Gästen und Einheimischen dem Schwarzwald-Tourismus neue Wachstumsimpulse geben: Hansjörg Mair (Geschäftsführer Schwarzwald-Tourismus), Cornelia Möhrlen (Geschäftsführerin „Tal X“) und Patrick Schreib (Geschäftsführer Tourismus Hochschwarzwald). Foto: Juergen Lueck

Schwarzwald-Tourismus hofft auf neue Impulse durch „Experience“-Angebote wie das „Tal X“. Geschäftsführerin Möhrlen: „Der Vorverkauf liegt schon deutlich über dem, was wir erwartet haben.“ Finden alle Gäste Platz im „Tal X“?

Der Tourismus boomt im Schwarzwald. Bis November wieder ein Plus von 2,5 Prozent an Gästen, und Schwarzwald-Tourismus-Geschäftsführer Hansjörg Mair schwärmt: „Wir haben ein tolles Jahr hinter uns. 2023 war schon das beste Jahr. Und dass wir das 2024 noch einmal toppen konnten, zeigt, wie unglaublich robust die Tourismus-Branche im Gegensatz zu anderen Branchen ist.“

 

Und dieser Aufschwung soll weitergehen. Die große Hoffnung dabei sind zwei sogenannte „Experience“-Events – Marketing-Deutsch für Erlebnis und Erfahrung. Mair: „Darum geht es immer mehr Gästen. Nicht nur Urlaub an sich, sondern auch die echte Begegnung mit Einheimischen. Dass der Gast das Gefühl bekommt, Einheimischer auf Zeit zu sein. Das ‘Tal X‘ ist da eine tolle Komponente. Denn durch die 1000 Ehrenamtlichen und die vielen Veranstaltungen wird genau das passieren.“

Und diese Neugier, das zu erleben, ist auf der CMT da. Cornelia Möhrlen, Geschäftsführerin von „Tal X“: „Der Vorverkauf liegt derzeit schon deutlich über dem, was wir erwartet haben.“ Das betrifft nicht nur die Dauerkarten, sondern auch die Tageskarten. Auch die Hotels, so Möhrlen, berichten von einer deutlich höheren Nachfrage für die Gartenschau „Tal X“.

Wird es im „Tal X“ auf der Gartenschau ein Gedränge geben?

Als Ziel an Gästen – so die Präsentation beim Pressefrühstück am Dienstag, 21. Januar, auf der CMT, sind 350 000 bis 400 000 Besucher auf der Gartenschau Freudenstadt/Baiersbronn geplant. Gibt es ein Gedränge, wenn mehr kommen?

Möhrlen: „Der bisherige Vorverkauf ist sehr ermutigend. Wir wissen aus den Erfahrungen der anderen Landesgartenschauen, dass die Gästezahl natürlich auch vom Wetter abhängig sein wird. Aber: ‘Tal X‘ spielt sich in einem Tal auf acht Kilometern Länge ab. Da ist genug Platz für mehr Gäste – es wird kein Gedränge geben.“

Auch der Hochschwarzwald mit Patrick Schreib setzt auf „Experience“

Und auch ein alter Bekannter setzt auf den Trend des „Einheimischen auf Zeit“: Patrick Schreib, lange Zeit Tourismusdirektor von Baiersbronn. Seit zwei Jahren ist er Geschäftsführer Tourismus Hochschwarzwald. Schreib: „Wir haben jetzt die Aktion „Schellsch halt mol“ gestartet. 60 Einheimische machen schon mit. Da können die Gäste einfach klingeln und bekommen Insider-Tipps.“

Schwarzwald-Tourismus-Chef Mair: „Das ist natürlich nicht so bedeutend wie ‘Tal X‘. Aber auch eine ganz starke Aktion, um das Thema ‘Einheimischer auf Zeit‘ in unserer Region zu verankern.“