Die Sanierung des Rathauses in der Muttergemeinde geht Schritt für Schritt voran. Foto: Ganter

Mittlerweile Brauch: Der Deißlinger Gemeinderat trifft Entscheidungen zur Sanierung und Gestaltung des örtlichen Rathauses.

Mit den Beschlüssen wurden handwerkliche Aufträge vergeben, die das Projekt im Innen- und Außenbereich ein weiteres Stück voranbringen.

 

Intensiv wurde im Vorfeld über die Inneneinrichtung des Verwaltungsgebäudes debattiert. Nach ausgiebigen Diskussionen in den vergangenen Sitzungen konnte das Gewerk nun im dritten Anlauf vergeben werden.

Der Gemeinderat hatte Ende April beschlossen, der ursprünglichen Vergabeempfehlung nicht zu folgen. Stattdessen sollten die Bieter dazu aufgefordert werden, Nebenangebote einzureichen, um potenzielle Einsparmöglichkeiten bei der Beschaffung auszuschöpfen.

Prüfung des Kommunalamts

Diese Entscheidung wurde dem Kommunalamt als zuständiger Rechtsaufsichtsbehörde zur Prüfung vorgelegt. Die Behörde bezweifelte die rechtliche Zulässigkeit dieses Vorgehens, da Nebenangebote ohne ein gewertetes Hauptangebot in diesem Fall nicht zulässig waren.

Nach einem formellen Widerspruch des Bürgermeisters musste der Tagesordnungspunkt folglich neu aufgerollt werden. Das Gremium stimmte schließlich der Vergabe an den wirtschaftlichsten Bieter, die Wiebelt GmbH & Co. KG aus Villingen-Schwenningen, zu.

Der Gesamtauftrag im Wert von rund 396.000 Euro teilt sich auf in die Möblierung für knapp 218.600 Euro und feste Einbauten für etwa 177.400 Euro.

Erfreuliche 49 Prozent

Zügig verlief die Entscheidung über den künftigen Bodenbelag. Die handwerklich anspruchsvollen Parkettarbeiten im Gebäude wurden an die Firma Link Bodenkonzepte aus Niedereschach-Fischbach vergeben. Das eingereichte Angebot belief sich auf rund 17.400 Euro. Damit lag der Handwerksbetrieb erfreulicherweise etwa 49 Prozent unter dem kalkulierten Leistungsverzeichnis der Verwaltung.

Zwei Varianten für die Fassade

Das äußere Erscheinungsbild des Rathauses nimmt ebenfalls feste Formen an. Um der Fassade einen passenden und harmonischen Anstrich zu geben, reduzierte der Gemeinderat die zuvor diskutierten Farbkonzepte auf zwei finale Varianten.

Diese beiden Optionen werden in den kommenden Wochen als Musterputzflächen direkt an der Außenwand des Rathauses angelegt. Die Entscheidung über das farbliche Gewand des Gebäudes wird das Gremium nach einer gemeinsamen Begutachtung und Bemusterung vor Ort treffen.