Eine Frau soll Krankenkassen um mehr als 1,3 Millionen Euro betrogen haben. Sie steht nun in Freiburg vor Gericht.
Zu Beginn des Verfahrens am Freiburger Landgericht zeigte sich die 59-jährige Frau geständig. Wie sich zudem herausstellte, war die Angeklagte mit einem gefälschten Abschlusszeugnis der Uniklinik Freiburg als Krankenschwester berufstätig.
Der Frau wird vorgeworfen, in rund 200 Fällen mithilfe von gefälschten Rezepten medizinische Materialien bestellt zu haben, für die sie von einem Lieferanten unrechtmäßige, rund 30 Prozent hohe Provisionen in Höhe von rund 365 000 Euro bekommen haben soll.
Weiteres Verfahren droht
Geschädigt wurden dadurch weit über 30 Krankenkassen, denen ein Finanzschaden von über 1,3 Millionen Euro entstand. Zum Prozessauftakt wurde im Zuge des Geständnisses der Angeklagten auch ein Vergleich zur Schadenswiedergutmachung getroffen. Für den Prozess sind bis zur Urteilsverkündung Ende des Monats noch drei weitere Verhandlungstage eingeplant.
Wegen des gefälschten Abschlusszeugnisses droht der Frau zudem ein weiteres Verfahren.