Im Besonderen Ausschuss Schulcampus wurden überarbeitete Vorplanungen für den Schulcampus in Schramberg vorgestellt und beraten.
Mit der Reduzierung der Kubatur für das Schulgebäude durch die Architekten folgten die Gewerke mit Einsparpotenzialen in ihren überarbeiteten Bauplänen.
Von Kamm Architekten wurde das Gebäudevolumen reduziert durch weniger Raumhöhe und mit einer zentralen Lüftungsanlage. Auf Kosten der Gruppenräume werden 24 Klassenräume möglich, ohne das Erscheinungsbild des Gebäudes zu verändern.
Zentrale Lüftungsanlage
Mit weniger Raumhöhe können die Kosten um eine Million Euro gesenkt werden. Wärmeversorgung der Karl-Diehl-Halle und des Schlosses wird über eine Pelletkesselanlage im Untergeschoss der neuen Schule erreicht. Das Schulgebäude wird durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung beheizt.
Eine zentrale Lüftungsanlage versorgt Erdgeschoss und Teile im Obergeschoss. Dezentrale Wandgeräte belüften die restlichen Räume. Etwa 6,6 Millionen Euro sind für Heizung und Lüftung berechnet.
Für die Elektroplanung wurde das Gebäude in Abschnitte unterteilt mit Sichtinstallation. Die Glasfaserversorgung wurde mit der Ausstattung von Don Bosco vorbereitet. Die PV-Anlage der Schule ist mit 60 Prozent Ausbau auf Eigenversorgung ausgelegt, sie kann aber nachgerüstet werden. Die Kosten für die elektrische Ausstattung sind mit 4,13 Millionen Euro berechnet.
Die Landschaftsplanung für das Gelände geht von einem öffentlichen Freiraum verbunden mit der Stadt aus, erklärte der Planer. Der Campus umfasst 3033 Quadratmeter. Eine größere, ebene Fläche ermöglicht Feste und Veranstaltungen, dazu in dem terrassierten Gelände kleinere Flächen und ein „grünes Klassenzimmer“, ein Schulgarten. Die Anlage kostet je nach Ausbau etwa 4,1 Millionen Euro.
Fläche zum Austoben
Tanja Witkowski wünschte eine Fläche zum Austoben für Kinder der Grundschule. Der Planer meinte, „ein Schulhof ist laut“, dafür bleibe die Straße ruhig. Die Straße sollte keine Bordsteine haben, denn die förderten schnelleres Fahren.
Clemens Maurer bemängelte die fehlende Möglichkeit zur Vorbereitung durch fehlende Pläne und Kostenübersicht. Er forderte für den Schulcampus ein Projektmanagement.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr verwies auf den Tagungsort im neuen Don Bosco auf dem Schulcampus. Der Versandtermin für Unterlagen sei am Donnerstag; die aktuellen Pläne lagen am Freitag im Rathaus vor. Sie wurden von Thomas Müller und Firmenvertretern vorgestellt. In der chaotischen Abstimmung wurde die Verwaltung beauftragt, im Themenblock Hochbau „Einsparpotenziale weiterzuverfolgen“. Zwei Gegenstimmen und Enthaltungen waren erkennbar.