Und am Ende läuft die Uhr wieder – gemeinsames Erfolgserlebnis nach intensiver Recherche. Foto: Stefan Hoog

Im Vereinsheim der Naturfreunde kamen rund 100 Menschen zusammen. und vielen konnte geholfen werden.

Rund 100 Menschen kamen zusammen, brachten ihre kaputten Lieblingsstücke mit oder ließen sich einfach von der Idee des gemeinsamen Reparierens und der Atmosphäre anstecken.

 

67 Reparatur‑Anfragen stellten das über 30‑köpfige Team aus freiwilligen Helfern vor intensive, konzentrierte Arbeitsphasen – nicht nur bei der Reparatur, sondern auch bei Vorbereitung, Anmeldung, Dokumentation und Verpflegung. Rund zwei Drittel der Fälle konnten erfolgreich abgeschlossen werden, wie Bürgerstiftung im Nachgang zur Veranstaltung mitteilt. Dabei zeigte sich, dass nicht immer eine aufwendige Reparatur nötig war: Manchmal genügte bereits ein Batteriewechsel oder ein Hinweis zur Bedienung, um ein Gerät wieder funktionsfähig zu machen.

Manches wird weiterbearbeitet

Neun Gegenstände können beim nächsten Repair‑Café am 18. April weiterbearbeitet oder vollständig repariert werden – vorausgesetzt, die benötigten Ersatzteile, die beim Auftakt identifiziert wurden, liegen dann vor. In zwölf Fällen ließ sich eine Reparatur nicht mehr realisieren.

Gefragt waren vor allem die Bereiche Mechanik, Elektrik/Elektronik, Nähen und Textil, Spielzeug sowie Fahrräder. Das in der Region einzigartige Angebot, sich bei der Restauration von Büchern unterstützen zu lassen, wurde allerdings zum Auftakt noch wenig angenommen.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer

Für eine einladende Atmosphäre sorgte ein großes Kuchenbuffet.

Ein starkes Netzwerk machte das Repair‑Café überhaupt erst möglich: Die Naturfreunde Grenzach‑Wyhlen stellten ihr Vereinsheim zur Verfügung, die Arbeitsgruppe Emilianum öffnete das benachbarte Gebäude für das Textil‑Team, und die IG Velo unterstützte tatkräftig bei Fahrradreparaturen.

Der Vorstand der Bürgerstiftung, Initiatorin des Repair‑Cafés, zeigte sich beeindruckt von der Resonanz und dem Engagement der vielen freiwilligen Helfer: „Alles passiert ehrenamtlich. Von Anfang an war das gesamte Team im intensiven Austausch – es wurde recherchiert, beraten und in kleinen Teams gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern getüftelt. Das ist der Geist eines Repair‑Cafés: ehrenamtliches Engagement und Freude am gemeinsamen Tun verbinden sich mit gelebter Nachhaltigkeit.“

Nächster Termin am 18. April

Zum Helfer-Team gesellte sich mit Remo Köchli aus Füllinsdorf ein erfahrener und begeisterter Reparateur aus der Schweizer Nachbarschaft, der zudem eine beachtliche Menge an Werkzeug und Material zur Verfügung stellte.

Das nächste Repair-Café in Grenzach-Wyhlen wird am 18. April stattfinden.