Es ist vollbracht: Der SV Iselshausen ist zum ersten Mal Meister in der Regionenliga der Sportschützen und trifft künftig in der Landesliga an.
Passend zum 100-jährigen Bestehen des Vereins stehen die Nagolder Vorstädter erstmals ganz oben. Entsprechend zufrieden zeigte sich Joachim Ott. „Wir haben uns mit dem Ziel aufzusteigen auf diese Liga konzentriert“, räumte der SVI-Teamchef dem Kleinkaliber-Dreistellungskampf die Vorfahrt im Vergleich zum Ligamodus in der Luftgewehr-Winterrunde ein.
Verdanken hat der SV Iselshausen das auch der positiven Entwicklung bei Julian Besch und Carmen Suck sowie dem Comeback von Roland Rauser. Der langjährige Iselshäuser Leistungsträger schoss nicht nur konstant zwischen 283 und 290 Ringe, sondern gewann auch knapp die Gesamtwertung und holte den Führenden Tobias Huzel (SGi Musberg) noch ein. Rauser und Huzel zählen in der Region zu den herausragenden Spezialisten im Kleinkaliber Dreistellungskampf. Eine technisch sehr anspruchsvolle Disziplin, die aktuell einen rasanten Niedergang erleidet.
Manchem Teams fehlte teilweise Konstanz
Für den SV Iselshausen zeigt der Weg jedoch nach oben. Mit dem starken Schnitt von 851,7 Ringen steigt die Mannschaft in die Landesliga auf und gehört damit zu den zwanzig besten im Württembergischen Schützenverband.
Hinter dem neuen Meister ging es zwar auf deutlich niedrigem Niveau weiter – dafür aber umso spannender. Die SGi Musberg sicherte sich mit durchschnittlich 815 Ringen (Gesamt 4867) die Vizemeisterschaft – vor dem zuletzt stark aufgekommenen SV Ebhausen (814/4863) und der SGi Aichelberg (796/4862).
Während Musberg in erster Linie von Tobias Huzel „lebte“, profitierten der SV Ebhausen und die Aichelberger von ihren kompakten Teamleistungen. Die zeigten am Schlusstag jedoch Dellen.
Für den dritten im Bunde, den SV Althengstett, lief es am sechsten Wettkampftag mit der zweitbesten Tagesleistung von 817 Ringen (Rainer Münzinger 275, Maximilian und Jürgen Schwämmle 274 und 268) richtig rund, die 789 Ringe vom vierten Wettkampftag ließen sich jedoch nicht mehr wett machen.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Einzelwertung
Auch der Sechste, die SGi Neuweiler, blieb mit 790 Ringen unter der 800er Marke – und das obwohl sich Ralf Schäfer (275) mit einem guten Schnitt(274,0) auf Platz sieben behaupten konnte. Auch der SV Rohrdorf konnte mit Max Schönle (278,2, Rang fünf) einen Akteur weit vorne platzieren, unter dem Strich war die Personaldecke jedoch zu dünn, um in der Liga ein Wort mitreden zu können.
Einen echten Tiefflug fabrizierte der Drittletzte SV Hemmingen – einzig Michael Frank (259) konnte noch so etwas wie zufrieden mit seinem Schnitt sein sein. Schlusslicht wurde die zweite Mannschaft des SV Rötenbach. Auch, weil in ihrer Wettkampfserie beim vierten Durchgang einen Null steht.
In der Einzelwertung gewann Roland Rauser das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Tobias Huzel (1719:1718) hauchdünn, die Plätze drei und vier gingen ebenfalls nach Iselshausen an Julian Besch (1704) und Carmen Suck (1687) Ringe.