Die Schüler Oliver Luger (von links), Linus Funk und Tim Flegel aus Sasbach dürfen ihre Geschäftsidee „Hydrobarrier“ bei „Jugend gründet“ am 23. März in München präsentieren. Foto: Jugend gründet

Ein Schülerteam der Heimschule Lender in Sasbach hat sich für die „Jugend gründet“-Veranstaltung in München qualifiziert. Dort präsentieren sie ihre innovative Idee einer hochkarätigen Jury – und haben Chancen, zum Bundesfinale zugelassen zu werden.

„Hydrobarrier“ – so haben Oliver Luger, Linus Funk und Tim Flegel aus Sasbach ihre Geschäftsidee genannt.

 

Das Hochwasserschutz-System soll es Menschen ermöglichen, Türen und bodennahe Fenster ohne den sonst üblichen manuellen Aufwand zu versiegeln. Denn das System soll sich durch einströmendes Hochwasser einfach selbst befüllen und so am Boden sichern, heißt es in einer Mitteilung.

Mit ihrer Idee wollen die Schüler von der Heimschule Lender beim „Jugend gründet“-Pitch-Event in München die Jury überzeugen. Unterstützt werden sie dabei von ihrer Lehrerin Cornelia Lehmann-Waffenschmidt.

Schüler schlüpfen in Rolle von Gründern

Im Online-Wettbewerb „Jugend gründet“ schlüpfen die Teilnehmer ein Schuljahr lang in die Rolle von Gründern: Erst entwickeln die Jugendlichen eine eigene, innovative Geschäftsidee und schreiben einen Businessplan (Businessplan-Phase: September bis Januar), dann führen sie in einem Planspiel virtuell ein Unternehmen (Planspiel-Phase: Februar bis Mai). Die besten Teams der Businessplan-Phase dürfen ihre Geschäftsideen bei den Pitch-Events – dabei werden Kurzpräsentationen zu den jeweiligen Konzepten gehalten – im Frühjahr präsentieren. Im aktuellen Wettbewerbsjahr wurden 1177 Businesspläne eingereicht.

Bei der Veranstaltung in München, das von der IHK ausgerichtet wird, werden elf Schülerteams antreten. Jedes Team hat drei Minuten für seinen „Pitch“. Weitere drei Minuten müssen die Jugendlichen der Jury Rede und Antwort stehen. Dafür brauchen die Schüler nicht nur innovative Ideen, sondern auch perfektes Timing und Präsentationstalent.

Bundessieger dürfen in die USA reisen

Neben ausführlichem Experten-Feedback erwartet die Jugendlichen ein Rahmenprogramm mit Einblicken in die Stadt und die lokale Gründungsszene. Denn die Veranstaltungen sind auch eine Anerkennung für die herausragende Wettbewerbsleistung der Teams. Wer in München auf Platz eins landet, darf sich außerdem direkt über einen Startplatz im „Jugend gründet“-Bundesfinale im Juni in Stuttgart freuen. Dort messen sich die besten zehn Teams des Wettbewerbsjahres im Wettstreit um den Bundessieg. Der Hauptpreis ist eine geführte Reise ins Silicon Valley/USA, nach wie vor ein Zentrum der internationalen Start-up Szene.

Aus Problemen Lösungen entwickeln und mit Ideen die Zukunft gestalten – das ist der Kerngedanke. Der bundesweite Schülerwettbewerb will Jugendliche fürs Gründen begeistern und die Gründungskompetenzen von Schülerinnen und Schülern stärken.

„Jugendliche wollen mitgestalten, das sehen wir bei ‚Jugend gründet‘ ganz deutlich. Mit unserem Wettbewerb wollen wir deshalb einen Raum bieten, in dem Schülerinnen und Schüler ihre vielfältigen Fähigkeiten entwickeln können, und eine Bühne schaffen für ihre tollen Ideen“, erklärt Projektleiterin Franziska Metzbaur.

Von Porsche unterstützt

Der Online-Wettbewerb „Jugend gründet“ wird seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Teilnahme wird von der Kultusministerkonferenz der Länder empfohlen, heißt es in einer Mitteilung des Wettbewerbs. Eine Reihe renommierter Sponsoren unterstützt den Wettbewerb bei den Preisen und Veranstaltungen – der Hauptsponsor von „Jugend gründet“ ist die Porsche AG.