Gerhard Wössner in seiner Brennerei auf dem Rötenberger Reint mit dem „Besten Gin 2025“ des Brennkunstawards Württemberg. Foto: Stephan Wegner

Mit einer besonderen Leistung hat Gerhard Wössner aus Aichhalden-Rötenberg die beste Platzierung beim Brennkunstaward Württemberg auf sich aufmerksam gemacht.

In regelmäßigen Abständen laden die Landesverbände der Klein- und Obstbrenner Südwürttemberg-Hohenzollern und Nordwürttemberg zu einer Landesprämierung ein. Mit der jüngsten 26. Ausgabe war eine neue Ära hin zum „BrennKunstAward 2025“ eingeläutet worden.

 

Zwar hat die Prämierung jetzt einen neuen Namen und es gibt modernere Urkunden, gleich geblieben ist allerdings die „Bühne für handwerkliche Exzellenz“, die das Bewusstsein für regionale Qualitätserzeugnisse stärken soll.

Die an der Prämierung teilnehmenden Brenner, so sieht es der Verband der Klein- und Obstbrenner, würden nicht nur „handwerklich Großes“, sondern auch einen „wichtigen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen leisten, einer einzigartigen Kulturlandschaft mit großer ökologischer Bedeutung. Mit ihrer Arbeit schützen sie Biodiversität und pflegen eine über Generationen gewachsene Tradition.“

Besonderes Augenmerk galt bei dieser Prämierung erneut dem Whisky und dem Gin. Spezielle Kommissionen hätten den „Besten Whiskybrenner“ sowie den „Gin des Jahres“ gekürt.

Gleich mehrfach erfolgreich

Und genau hier, beim Gin, konnte Gerhard Wössner mit gleich drei Produkten punkten. Sein mit Tannenspitzen aromatisierter „Schwarzwald-Gin“ mundete den Prüfern so sehr, dass der Rötenberger den begehrten Titel „Gin des Jahres“ für sein Produkt erzielen konnte. Und für seinen „Schwäbischen Gin“ sowie seinen „Schwarzwald-Gin mit Lavendel“ gab es darüber hinaus „Gold“ bei der Verkostung.

Gin-Variationen im Trend

Gin, so sagt Wössner, der selbst auch Regionalvorsitzender des Obstbrennerverbands ist, sei auch in der Region immer noch „im Trend“. Besonders dabei aber eben nicht nur der reine Gin, sondern Variationen wie eben mit Tannenspitzen oder Lavendel.

Neben seinem Gin konnte Wössner aber auch bei der weiteren Prämierung sehr gute Ergebnisse erreichen. So gab es Gold für seinen Brombeergeist, Jostabeerenlikör, Pfirsich-Schlehen-Likör und Pistazienlikör.

Silber erzielte er für Kirschwasser, Zibartenwasser, Zwetschgenwasser, Williams-Christ-Birnenbrand, Bierbrand, Erdbeergeist, Karottengeist, Tannenspitzengeist, Schlehengeist, Topinambur, Winterschlehenlikör, Rhabarberlikör, Walnusslikör, Heidelbeerlikör, Schlehenlikör, Limettenlikör, Holunderblütenlikör, Honigschnaps und Sauerkirschlikör. Und für seinen Waldhimbeergeist, Heidelbeergeist, Eierlikör und Walnussgeist gab es Bronze.

Weitere Preisträger

Dabei ist Wössner nicht der Einzige aus Aichhalden, der beim Brenner-Award erfolgreich war, wie der Bezirksvorsitzende weiß. Auch Markus Schondelmaier, der in Aichhalden wohnt, allerdings zusammen mit seinem Vater Ewald von der Gaststätte Flammer in Zimmern-Flözlingen brennt, konnte ebenfalls mit mehreren Produkten überzeugen. Sie holten Gold für ihren Waldhimbeergeist, Blutwurz, sowie zweimal Apfel – einmal aus Maische einmal aus Most gebrannt, Silber für ihren Gin Nr. 1, Schwarzwald-Kirsche und Kümmel sowie Bronze für ihren Obstler.