Mit 2000 Beschäftigten stellt der Pflegedienst die größte Berufsgruppe des Ortenau-Klinikums dar. Foto: Marijan Murat/dpa/Marijan Murat

Wo steht die Pflege aktuell und wie wird sie sich zukünftig entwickeln? Um diese Fragen ging es beim Pflege-Netzwerktreffen des Ortenau-Klinikums. Dabei wurde auch über Innovationen wie ein neues Konzept zur Gewinnung von Fachkräften diskutiert.

Aktuelle Projekte und zukünftige Entwicklungen in der Pflege und im Klinikverbund standen im Mittelpunkt eines halbjährlich stattfindenden Netzwerktreffens von Pflege- und Funktionsdienst-Führungskräften aus dem Ortenau-Klinikum. Die ganztägige Veranstaltung mit rund 90 Leitungskräften aus den Ortenau-Kliniken stand unter der Leitung der Pflegedirektorinnen des Klinikverbundes Monika Bach (Ortenau-Klinikum Lahr), Ute Luhrenberg (Ortenau-Klinikum Achern), Daniela Neff (Ortenau-Klinikum Offenburg-Kehl) und Karin Ullrich (Ortenau-Klinikum Wolfach).

 

Die Veranstaltung startete laut Ortenau-Klinikum mit der Präsentation eines neuen, verbundweiten Einarbeitungskonzepts für Stationsleitungen und Praxisanleitungen. Das Konzept war zuvor von den jeweiligen Fachexperten des Ortenau-Klinikums erarbeitet worden. Es ersetzt die bisher unterschiedlichen Konzepte der einzelnen Standorte und soll so zur Stärkung des Verbunds beitragen, erklärt das Ortenau-Klinikum.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung teilten sich die Teilnehmenden in vier Workshops auf. Die Gruppen bearbeiteten die Themen „Ablauforganisation im multidisziplinären Team“, „Dienstplanung“, „Einarbeitung“ und „Teamboard“. Im Anschluss wurden die Workshop-Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Am Nachmittag stellte sich dann zunächst die neue Vorstandsvorsitzende des Ortenau-Klinikums, Claudia Bauer-Rabe, den Führungskräften des Pflege- und Funktionsdienstes vor.

Ortenau-Klinikum sieht sich im Hinblick auf die Reformen gut aufgestellt

Peter Kraemer, Medizinischer Vorstand, gab anschließend einen Überblick über die wesentlichen Inhalte der Krankenhausreform, die neuen Leistungsgruppen „Bund“ und die Auswirkungen auf den Klinikverbund. „Um die Vorgaben der Reform zu erfüllen, ist das Ortenau-Klinikum bei der sachlichen Ausstattung – etwa mit Großgeräten – der vorgeschriebenen Besetzung mit Pflegekräften wie auch bei der Qualifikation des ärztlichen Personals gut aufgestellt“, so der Tenor seines Vortrages. Allerdings seien bisher noch viele Detailfragen zur Krankenhausreform unklar und im Rahmen der aktuellen Regierungsbildung noch Anpassungen zu erwarten.

Für eine weitere Workshop-Runde nutzten die Teilnehmenden die Methode des World-Cafés. Dabei stellten sich verschiedene Abteilungen des Klinikverbundes vor und diskutierten Erfahrungen und Herausforderungen der Pflegearbeit. Ein aktuelles, innovatives Projekt des Ortenau-Klinikums zur Gewinnung von Fachkräften stellen zum Abschluss der Veranstaltung Dominic Jefferson vom Ortenau-Klinikum und Sophie Kaiser von der Pädagogischen Hochschule Freiburg vor. Das vom Europäischen Sozialfond geförderte Projekt trägt den Namen „Kompetenz, Entwicklung und Transformation – von- und miteinander Lernen“ (Komet) . Es soll den Mitarbeitern des Ortenau-Klinikums die Möglichkeit bieten, aktiv an Veränderungsprozessen im Klinikverbund teilzunehmen.

„Unser Pflege-Netzwerktreffen unterstrich einmal mehr die Bedeutung des standortübergreifenden Dialogs zur Förderung der Pflegequalität“, zieht Daniela Neff eine positive Bilanz der Veranstaltung „Bei unserem Netzwerktreffen tauschen wir Wissen aus, das Bewusstsein schafft für aktuelle Herausforderungen und Lösungen für die Zukunft“. Dies stärke die Zusammenarbeit aller Betriebsstellen und damit die Patientenversorgung im Ortenau-Klinikum, so die Mitteilung

Größte Berufsgruppe

Im Ortenau-Klinikum arbeiten rund 2000 Beschäftigte im Pflege- und Funktionsdienst. Dieser stellt damit die größte Berufsgruppe unter den insgesamt rund 6000 Beschäftigten des Klinikverbunds dar.