Die Schattenplätze des Dorfplatzes laden nach ausgiebigem Marktbesuch zur Hockete ein. Foto: Vögele

In Vöhringen ist der Krämermarkt zu Pfingsten Pflichttermin. Auch in diesem Jahr findet hier jeder etwas. Und für die notwendige Erfrischung ist auch gesorgt.

Die gute Stube von Vöhringen, nämlich der inzwischen wohnlich gestaltete Dorfplatz, war wieder allgemeiner Treffpunkt, aber erst, nachdem man ausgiebig über den Pfingstmarkt geschlendert war. Dessen Besuch gehört am Pfingstsamstag in Vöhringen fast zum guten Ton. Und: Die Regenschirm-Verkäufer brauchten gar nicht erst auszupacken, es waren eher die Schattenplätze gefragt.

 
Bei den Haushaltswaren wird man immer fündig. Foto: Vögele

Der kleine, aber feine Krämermarkt hat nichts von seiner Attraktivität verloren. Besucher und Händler kommen gerne, war zu hören. Ein eigenes, familiäres Flair zeichnet ihn aus, man kenne sich. Mit Nachbarn, Bekannten oder Händlern hielt man ein Schwätzchen und betrachtete nebenbei das Angebot.

„Das könnte ich eigentlich auch brauchen“ – die Gedankengänge sah man den interessierten Mienen förmlich an, nachdem man die Vorzüge dieses oder jenes Produkts sehr ausführlich gezeigt bekommen hatte. „ Passt mir die Größe“? – „ Ihr müsst halt mal reinschlupfen“, hieß es bei der Damenoberbekleidung. Da wurden auch andere Besucher rasch zu Verkaufsberatern.

Ein Eis zwischendurch bringt Erfrischung für Alt und Jung. Foto: Vögele

Überall sah man fröhliche Gesichter. In aller Ruhe ging es weiter. Ganz praktische Dinge wie Taschen, Hüte , Unterwäsche, Socken, Reinigungsmittel, Dekoartikel aus verschiedenen Materialien, insbesondere Korbwaren oder Holzgegenstände aus edlem Maserholz, fielen ins Auge.

Die Dienste des Messerschleifers waren sehr gefragt, genauso wie das Angebot einheimischer Anbieter von Socken und genähten Utensilien. Eine gezielte Anlaufstelle waren auch die Haushaltswaren, die es nur noch auf dem Markt zu kaufen gibt. „Genau so etwas habe ich gesucht“, begleitete den Einkauf. Und junge Damen zog es an die Schmuckstände, während sich die Muttis, gezogen vom Nachwuchs, im Spielwarenparadies wiederfanden.

Und wem der Durchblick durch die eigene Brille fehlte, dem konnte mit einem speziellen Reinigungsmittel abgeholfen werden. Ein Eis zwischendurch versüßte noch das Kauferlebnis.

Beladen mit den erstandenen Schätzen wurde nun ein schattiges Plätzchen gesucht. Die Bewirtung durch den Musikverein kam gerade recht, krönte doch die legendäre Marktwurst die pfingstsamstägliche Unternehmung.