Vollmond im Schwarzwald Foto: pixabay/Florian Kurz

Mitte August erleuchten Meteorströme den Nachthimmel. Der Höhepunkt des Sternschnuppen-Spektakels wird in der Nacht auf Dienstag, 13. August, erwartet. Wir haben die besten Orte für die Beobachtung des sogenannten Perseidenstroms zusammengestellt.

Der Perseiden-Strom gilt als schönster Meteorstrom des Jahres. Ihren Höhepunkt erreichen die Perseiden in der Nacht auf den 13. August.

 

Am Besten lässt sich das Spektakel von hochgelegenen Orten, die licht- und streulichtarm sind, anschauen. In der Region eignen sich unter anderem die folgenden Orte:

Dunkle Plätze auf der Schwäbischen Alb

Ganz allgemein ist der Sternenpark Schwäbische Alb ein hervorragender Beobachtungsort. Denn hier ist die Lichtverschmutzung besonders gering.

Sternwarte Zollernalb

Traditionell bietet die Sternwarte in Rosenfeld einen Beobachtungsabend anlässlich der Perseiden-Sternschnuppen an. Veranstaltungsbeginn ist laut Website der Sternwarte am Samstag,12. August, um 21.45 Uhr. Die Veranstaltung um 20.30 Uhr sei bereits ausgebucht. Nach der Präsentation „Boten aus dem All“ über Herkunft und Beobachtungsmöglichkeiten der Perseiden, kann das Geschehen bei zunehmender Dämmerung eigenständig verfolgt werden.

Plätze können nur über das Formular auf der Website reserviert werden. Anmeldeschluss ist bereits am Samstag, 10. August, um 20 Uhr.

 

Aussichtspunkte rund um Albstadt

Viele Möglichkeiten haben Sternschnuppenfans in der Region Albstadt. Vom Heersberg aus ist die Schalksburg zu sehen, aber auch der Ochsenberg und der Parkplatz beim Skilift Dagersbrunnen sind zu empfehlen. Wer es gemütlicher haben will, wählt den Blumersberg in Meßstetten. Hier kann man von Schaukeln aus den Perseiden-Strom beobachten. Wer das Sonnensystem näher kennenlernen will, kann das auf dem Planetenweg in Winterlingen. Die Sternschnuppen können im Anschluss neben dem Altenheim beobachtet werden.

Lochenstein und Hörnle Tieringen

Beim Lochenstein und dem Hörnle Tieringen bietet sich ein Nachtspaziergang mit Taschenlampen an. Zur Belohnung gibt es einen weiten Blick auf Balingen und Umgebung. Geparkt werden kann auf dem Wanderparkplatz beim Lochenpass.

Plätze für Sterngucker im Nordschwarzwald

Sternwarte Bieselsberg

Die Website des Schwarzwald-Tourismus verweist auf „die günstige Lage am Südhang und die Streulichtarmut“. Es gebe allerdings keine Parkplätze, man müsse am Friedhof Bieselsberg parken.

Stonehenge in Kaltenbronn

Entspannt lässt sich die Nacht am Aussichtspunkt in Kaltenbronn verbringen. Bänke laden zum Sitzen ein. Der Blick wandert dabei über den Nordschwarzwald bis ins Elsass.

Der Schliffkopf

Der 1054 Meter hohe Berg gilt als Hotspot für Sternschnuppenfans. Auch die Hornisgrinde ist sehr beliebt.

 

Plätze für Sterngucker Mittleren Schwarzwald

Magdalenenberg Villingen-Schwenningen

Der Magdalenenberg ist ein großer Grabhügel aus der Hallstattzeit. Er befindet sich auf einer weiten, freien Fläche, die nur etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt. Auch der Warenberg, südlich von Villingen gelegen, bietet eine gute Aussicht.

Der Kandel

Durch die große Dunkelheit gilt der höchsten Berg des Mittelschwarzwalds (1241 m) als sehr guter Ort für das Sternschnuppenschauen. Ohnehin ist der mythische Berg, der massiv und exponiert in der Landschaft steht, ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Plätze für Sterngucker im Südschwarzwald

Der Feldbergturm

Noch höher hinaus geht es auf dem Feldbergturm. Genauer gesagt können die Besucher in einer Höhe von 1493 Metern die traditionelle Sternschnuppennacht am 17. August genießen. „Der Feldbergturm öffnet dann von 19 bis 22.30 Uhr seine Pforten“, heißt es auf der Webseite der Region Hochschwarzwald.

Adresse: Franz-Klarmeyer-Weg, 79868 Feldberg

Ticketpreise: Erwachsene 16 Euro, Kinder 8 Euro

Aussichtspunkt Ibacher Friedenskreuz

Vom Friedenskreuz aus ist das Ibacher Hochtal bis zum Voralpenland und dem Schweizer Alpenpanorama und die Feldbergregion zu sehen. Es lohnt sich, bereits zum Sonnenuntergang anzureisen. Die Sonnenuntergänge, die von hier aus zu beobachten sind, gelten als besonders schön.

 

Adresse: Maisenbacher Weg, 75328 Schömberg

Telefon: 07235/3045

 

 

 

Der Schauinsland

Der Freiburger Hausberg (1284 m) lockt zahlreiche Besucher an. Sein Name ist Programm: Vom Schauinsland reicht der Blick bis zu den Vogesen, zur Hornisgrinde und in die Alpen ist. Während der Sommerferien fährt die Schauinslandbahn zwischen 9 und 18 Uhr. Erwachsene zahlen für eine einfache Fahrt 10,50 €, Kinder (6-14 Jahre) 7,50 €.

 

Der Blößling

Die Bernauer schätzen die Ruhe dieses Gipfels. Die empfehlenswerteste Wanderroute führt über den Ortsteil Innerlehen über das Präger Eck (380 Höhenmeter, 4,5 Kilometer). In 90 Minuten ist Gipfel erreicht. Er liegt auf über 1300 Metern über N. N.

 

 

Weitere Tipps

Alternativen lassen sich mit Blue Marble finden. Die Webseite misst die Lichtstreuung in einem ausgewählten Gebiet anzeigen. So findet sich ein möglichst dunkler Ort in der eigenen Umgebung.

Um das Sternenbild Perseus zu entdecken, in welchem die meisten Perseiden offenbar ihren Ursprung haben, können Apps wie SkyMap (Android) oder SkyView (iPhone) genutzt werden. Die Sternschnuppen leuchten aber auch noch weit außerhalb des Sternenbilds am Himmel.

Übrigens: Am 4. August war Neumond. „Dies ändert sich natürlich in Richtung Monatsmitte, also auch in den Nächten rund um das Perseiden-Maximum, denn am 19. August ist bereits wieder Vollmond“, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Am 12. August ist der Mondaufgang in Oberndorf am Neckar um 23.29 Uhr. Die Aussichten sind gut: Der Himmel über Baden-Württemberg soll größtenteils klar werden, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Am Nachmittag könne es über dem Schwarzwald teils zu Gewittern kommen. Die dünne Bewölkung kann sich aber schnell wieder auflösen.