Paula Altner (von links) und Jakob Schon vom Hof Rosenfeld in Holzhausen stehen dem SWR-Team Rede und Antwort. Foto: Daniel Schneider

Paula Altner und Jakob Schon waren bereits in der SWR-Landesschau zu Gast. Jetzt kommt ein Filmteam auf ihren Hof in Holzhausen.

Zielgerichtet fährt Paula Altner den großen Heuballen in den Stall und kippt ihn gekonnt neben den Kühen ab. Das Film-Team verfolgt jede ihrer Bewegungen – sowohl Kamera als auch Mikrofon sind auf die junge Landwirtin gerichtet.

 

Denn der Hof Rosenfeld von Paula und Jakob Schon ist Schauplatz einer Aufnahme der SWR-Reihe „Lecker aufs Land“. Dabei laden sich sechs Landfrauen aus dem Südwesten gegenseitig auf ihre Höfe ein und kochen um die Wette.

Der Dreh beginnt

„Ich wurde vom SWR angefragt, ob ich Lust hätte“, erzählt Paula. Dann folgte ein kleines Casting – für die Content-Creatorin, die neben dem Instagram-Kanal „Paulas Landleben“ auch noch den Social-Media-Auftritt des Rosenfeld-Hofs betreibt, kein Problem. Schließlich ist sie alles andere als kamerascheu.

Paula Altner und Jakob Schon sind beim SWR außerdem keine Unbekannten. Bereits im November saßen sie im Studio des Senders – in der Landesschau. In 15 Minuten konnten die beiden über ihre Leidenschaft als Landwirte sprechen.

Auf das Casting folgte eine kurze Hofbesichtigung seitens des Senders, bevor dann die großen Dreharbeiten für das jetzige Format starteten. „Ich habe schon über 50 Folgen gedreht“, erzählt Kameramann Stefan Schindler. Das Dreier-Team ist fünf Tage auf dem Hof bei Holzhausen.

„Es gibt immer ein Hofporträt, in dem das Leben und der Alltag der Bäuerinnen vorgestellt werden“, erläutert Regisseurin Jutta Schön. Dann kommt der Besuch, also die anderen fünf Landfrauen, und es wird gekocht und groß aufgetischt.

„So können wir unsere Philosophie von der Landwirtschaft erklären“, erzählt Paula Altner. Zentral seien dabei das Tierwohl und der Umweltschutz. Doch zuerst will Regisseurin Schön wissen, was denn das Schöne an dem Beruf sei.

Es gibt viel zu tun

„Man ist immer draußen in der Natur und stellt was her, was gesund ist“, wirbt Paula für das Landleben. Und schließlich wüsste man am Ende des Tages einfach, „was man geschafft hat“, weist sie auf die zahlreichen Aufgaben als Landwirtin hin.

Und diese Vielfalt wird auch in der Sendung deutlich. Neben der Fütterung der Kühe im Stall geht es auch zur Maissaat aufs Feld. Und dann müssen auch noch die hofeigenen Texas-Longhorn-Rinder auf die Weide getrieben werden.

„Wir wollen Weidehaltung und mutterbezogene Aufzucht umsetzen“, nennt Jakob Schon weitere Themen. Normalerweise würden die Kälber von ihren Müttern getrennt. „Die Kälber werden aber viel vitaler, kräftiger und gesünder, wenn sie mit der Mutter aufwachsen“, hält er dagegen.

Und wird das Tier dann doch geschlachtet, schießt der Metzger es direkt auf dem Hof. Statt enger Tiertransporte und industrieller Schlachthöfe bedeute der letzte Weg somit für die Rinder ein Zusammensein in der Herde.

Next Level: Milchvieh

Das Fleisch gibt es dann entweder in der Direktvermarktung am Hof Rosenfeld oder im Hofladen in Oberndorf – auch der ist in der Sendung zu sehen. Doch dabei wollen die beiden nicht stehen bleiben.

„Melken ist ein ganz anderes Feeling als nur die Aufzucht von Tieren, die dann weggegeben werden“, sagt Jakob Schon. Und hat damit ein weiteres künftiges Projekt – das Milchvieh – im Blick. Sollte es einmal so weit sein, könne man dann auch sicherlich die Milch direkt vermarkten.

Sendetermin im August

Man merkt: Der Landwirt ist ganz in seinem Element. Das beeindruckt auch Kameramann Schindler. „Wir tauchen in die Familien ein und lernen sie kennen“, beschreibt er seine Tätigkeit nah an den Menschen und dem Hof. „Ich liebe diese Arbeit, es ist ein Traumjob“.

Zu sehen sein wird die Sendung dann Ende August. Aber was wird den Frauen dann Leckeres aufgetischt – frisch vom Hof Rosenfeld? Das bleibt bis zur Ausstrahlung noch ein Geheimnis. Aber man kann natürlich einfach selbst mal loslegen.

„Das Fleisch wird entweder in Paketen zu je fünf oder zehn Kilogramm verpackt oder auch in Einzelstücke zerlegt“, nimmt Jakob noch einmal Bezug auf die hofeigene Schlachtung.