In den vergangenen Wochen wurden die Fassade. Foto: ©thomas fritsch/©thomas fritsch

Das Park-and-Ride-Parkhaus in Heumaden sieht schon beinahe fertig aus. Doch unabhängig davon, wann es wirklich fertig wird, wird es erst mit der Hesse-Bahn in Betrieb gehen. Über die Kosten lassen die Stadtwerke die Öffentlichkeit weiter im Dunkeln.

Das Park-and-Ride-Parkhaus in Heumaden, in dem dereinst Passagiere der Hermann-Hesse-Bahn ihre Autos abstellen sollen, bevor sie in den Zug steigen, hat Farbe bekommen. In den vergangenen Wochen wurde die Fassade, beziehungsweise wurden die Abdeckungen angebracht. In gelb-grün-Tönen. In den vergangenen Wochen wurde zudem die Photovoltaikanlage montiert. Ist das Parkhaus also so gut wie fertig?

 

Ganz so schnell geht es dann doch nicht, wie das Marketing-Team der Energie Calw GmbH, das auch für die Stadtwerke verantwortlich zeichnet, verrät. „Momentan sind Vergaben für Elektroinstallationen und Außenanlagen auf dem Markt.“ Der Baufortschritt des Parkhauses Heumaden verlaufe im Zeitplan, so das Marketing-Team weiter. „Die Inbetriebnahme des Projekts wird voraussichtlich ab Mitte 2024 möglich sein.“

Preissteigerungen erwartet – nicht bestätigt

Bisher war stets die Rede davon gewesen, dass das Parkhaus planmäßig im Herbst diesen Jahres fertig sein würde. Ob sich eine Verzögerung eingeschlichen hat, oder ob andere Gründe hinter dem zeitlichen Abstand stecken, darüber gibt die ENCW bis Redaktionsschluss keine Auskunft.

Fest steht wohl jedenfalls: Egal, wann das Parkhaus theoretisch in Betrieb genommen werden könnte, wird es praktisch erst mit der Inbetriebnahme der Hesse-Bahn soweit sein, berichtet das Marketing-Team. Die wird für 2025 erwartet.

Offene Fragen gibt es auch nach wie vor zu den Kosten für das Bauwerk. Ursprünglich – also 2020 – war die Rede davon gewesen, dass es mit 3,5 Millionen Euro zu Buche schlagen wird. Dass es dabei angesichts der aktuellen Baupreisentwicklungen nicht bleiben wird, daraus machte Rainer Stotz von den Stadtwerken schon im Herbst 2022 keinen Hehl. Konkrete Zahlen konnte er damals zwar nicht nennen, betonte jedoch, dass ihm vor der Ausschreibung gewisser Gewerke regelrecht graue.

Oberflächen werden begrünt

Ein Jahr später liegen unserer Redaktion immer noch keine aktuellen Zahlen vor. Auch nicht, nach einem halben Dutzend Anfragen allein in den vergangenen vier Monaten. Jedes Mal blieb die Frage nach dem Preis für das Bauwerk unbeantwortet.

Das Parkhaus windet sich mit einer leichten Kurve, die sich zu einer Spitzkehre verengt, in den Hang vis-à-vis der Bauknecht-Kreuzung. Die Zufahrt für Autos – 136 finden im ersten Schritt Platz – ist über die Breite Heerstraße und die Unterführung geplant, durch die die Stuttgarter Straße früher verlief. Von oben betrachtet soll es einer Ohrmuscheln ähneln und dementsprechend eher schlicht sein. Die Dachflächen sollen begrünt werden und sind mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet.