Heckler&Koch will auf dem Lindenhof mehr als 100 Parkplätze für die Mitarbeiter bauen. Zur inzwischen überarbeiteten Planung hatte der Gemeinderat noch Klärungsbedarf.
Immer wieder wird die Parksituation auf dem Lindenhof von den Anwohnern beklagt. Vor allem weil nicht genügend Parkplätze für die Heckler&Koch-Mitarbeiter zur Verfügung stehen und diese deshalb straßenbegleitend parken. Vor diesem Hintergrund, und weil das „Real“-Areal als Parkfläche mit Einzug eines Nachfolgers ebenfalls wegfallen wird, baut das Oberndorfer Unternehmen neue Mitarbeiterparkplätze. Eine Frage gab es nun bezüglich der Entwässerung.
Seit Sommer 2024 baut Heckler&Koch ein Schieß- und Montagezentrum an der Beffendorfer Straße – dort, wo es früher jede Menge Mitarbeiter-Stellplätze gab. Für diese wird nicht nur westlich des neuen Gebäudes Ersatz geschaffen.
Südöstlich sollen zwischen dem Gebäude und der Grünfläche außerdem weitere Parkplätze entstehen. Dafür war eine Bebauungsplanänderung nötig, denn die bisherige Version lässt Parkplätze aus Lärmschutzgründen nicht zu. Im Zuge dessen sollen auch ein Lärmschutzwall und in der Verlängerung eine Gabionenwand das Areal abschließen.
Verzögerung durch Änderung
Bereits im Dezember 2024 hatte der Gemeinderat über den Entwurf diskutiert, insbesondere über eine mögliche Verlängerung der Schallschutzwand. Im März 2025 wurde dann die Aufstellung des geänderten Bebauungsplans beschlossen.
Zwischenzeitlich und auch aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen wurde die Planung der Außenanlagen jedoch überarbeitet, weswegen der Gemeinderat am Dienstag erneut über die Entwurfsfeststellung abstimmen musste und eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit notwendig wird.
Retentionsanlage verlegt
Eine wesentliche Änderung betraf die Lage der Regenrückhalte- und Versickerungsanlage, die ursprünglich in der Grünfläche zwischen Lärmschutzanlage und Wohngebiet geplant war, sich im neuen Entwurf aber nordöstlich, zwischen Gebäude und Lärmschutzanlage, befindet.
In diesem Zuge wurden auch bebaubare Flächen, Grünflächen und die Baugrenze neu angeordnet, um die durch die neue Regenrückhalte- und Versickerungsanlage entfallenden Stellplätze an anderer Stelle zu realisieren.
SPD-Stadträtin Ruth Hunds wunderte sich über den neuen Standort für die Retentionsanlage und wollte Genaueres wissen. Die Entwässerung habe neu durchgeplant werden müssen, weil sie nicht stimmig gewesen sei, hieß es von Verwaltungsseite. Die Topografie sei nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Geplant ist nun ein großflächiges Retentionsbecken zur Pufferung und Rückhaltung. Das gesammelte Wasser gelange über eine 30 Zentimeter starke Oberbodenschicht, die als Filter diene, in das darunterliegende Rigolensystem, von wo aus das Wasser versickern kann. In der überarbeiteten Form sei die Planung nun genehmigungsfähig, hieß es von der Verwaltung.