Optimistisch zeigte sich Cornelia Möhrlen, Geschäftsführerin der Gartenschau Freudenstadt-Baiersbronn 2025, bei ihrer Präsentation zum Stand der Gartenschau in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Baiersbronn.
Sowohl zeitlich als auch finanziell sah Cornelia Möhrlen keine großen Schwierigkeiten. „Wir werden fertig, manches erst kurz vorher, aber wir sind im Plan, und ab 23. Mai soll alles im vollen Glanz erstrahlen“, sagte sie.
Einige Nacharbeiten werde es sicherlich noch geben. Deutlich machte sie, dass vor der Gartenschau auch nach der Gartenschau sei und frühzeitig schon an das Ende gedacht werden müsse. „Es freut mich sehr, dass die sechs neuen Spielplätze im Tal dauerhaft bestehen bleiben“, betonte sie, wohl auch, um den Gerüchten zum Rückbau Wind aus den Segeln zu nehmen.
Nicht nur die enorme Zahl an ehrenamtlichen Helfern sei erfreulich, auch das große Engagement der Sponsoren. Insgesamt seien 2000 Veranstaltungen geplant, auch ein Veranstaltungsmagazin mit 120 000 Exemplaren erscheine Mitte Mai.
Hoher personeller Aufwand
Höher als geplant sei der personelle Aufwand. Trotzdem sei die Liquiditätslage stabil und bleibe unter dem prognostizierten Kostenrahmen. „Das Ziel, sieben Millionen Euro Einnahmen aus Kartenverkäufen zu erzielen, ist ambitioniert. Ob alles so eintrifft, können wir erst am 12. Oktober sagen“, so Möhrlen. Aktuell sei keine finanzielle Schieflage zu erkennen, das sei doch eine gute Nachricht. „Wir zäunen das Tal nicht ein, sondern wir haben sechs eingezäunte Bereiche“, stellte sie klar.
„Wir planen, am Tag der Öffnung eine Tageskarte im Tausch für eine Dauerkarte anzubieten, das heißt, der Tageskarten-Preis wird angerechnet und es kann aufgezahlt werden“, so Möhrlen. „Wir müssen auch jetzt schon an das Ende denken. Nach der Schlussfeier am 12. Oktober beginnt der Abverkauf und der Rückbau. Es wird vieles bleiben, aber wir müssen jetzt schon organisieren“, sagte sie.
Ruf: Alles im Etat eingeplant
„Es wird ein tolles Gemeinschaftsprojekt, und es gibt keine Red-Flags. Für alle besteht die Möglichkeit, eine wirklich exzellente Gartenschau zu erleben“, sagte Bürgermeister Michael Ruf. Er betonte, dass die Gartenschau die Gemeinde nicht ruiniere, die Gelder seien alle im Haushaltsplan eingestellt.
Lutz Hermann (FDP/UBL) bat darum, noch besser die Möglichkeiten von mobilitätseingeschränkten Personen auf der Gartenschau zu kommunizieren. Franziska Braun, Bezirksbeiratsvorsitzende von Baiersbronn, wies auf die Wichtigkeit eines funktionierenden öffentlichen W-Lan hin.
Georg Klumpp (FDP/UBL) fragte nach, wie hoch die Kapazitäten seien, wenn zum Beispiel sehr viele Menschen zu den Großveranstaltungen wollten.
„Es gibt fünf Veranstaltungen, bei denen wir mit hohem Besucheraufkommen rechnen, hier wird es eine maximale Zahl von Besuchern geben, und es erfolgt eine Regulierung über die Eingangskontrollen“, antwortete Möhrlen. Das „Xentrum“ habe zum Beispiel eine Kapazität von über 5000 Besuchern.