Ansprechende Orgel- und Bläsermusik wird in der Stadtpfarrkirche St. Cyriak geboten. Unser Foto zeigt die Akteure des Neujahrskonzerts: Rainer Benner (von links), Markus Pfundstein, Frank Rieger, Andreas Spiegelhalder und Bálint Takács. Foto: Siegfried Kouba

Mit festlichen Klängen eröffneten Neobrass und Organist Frank Rieger das neue Jahr in der Pfarrkirche St. Cyriak in Furtwangen.

Sie haben sich längst in die Herzen Musik liebender Menschen gespielt: das Blechbläserensemble Neobrass und Organist Frank Rieger. Bei ihrem Neujahrskonzert in der Pfarrkirche St. Cyriak wurden gehaltvoll-kurzweilige Werke geboten.

 

Unterstützt durch den Lions-Club Triberg/Schwarzwald boten sie klassische Musik im weitesten Sinne. Welche Qualitäten Kirchenmusiker Frank Rieger hat, bewies er an der Klais-Orgel besonders mit den „Variations sur „In dulci jubilo“ des Kanadiers Denis Bédard. Dunkel, fließend erklang das Thema im Organo pleno, dem farbenreiche Veränderungen mit deutlichem Cantus firmus folgten bei hohen Flöten, französischer Romantik, ruhigem Tremolo, weichen, kantablen Klängen, klarer Staccatobehandlung, Pedaleinsatz und einem markanten „Alpha est et O“ des prachtvollen Finales.

Mit strahlend-mächtigen Klängen und in der Höhe jubelnden Trompeten eröffneten Rieger und Neobrass das Konzert mit „Fürstlicher Einzug“ des Zeitgenossen Reiner Gaar und mit Händels „Denn die Herrlichkeit Gottes“ wurde an Weihnachten erinnert, gipfelnd im thematischen Wechsel und transparenter Gestaltung des „In dulci jubilo“ des Michael Praetorius.

Gemeinsam wurde auch die Schlussrunde mit einer klangvollen „Intrada“ von Jan van der Roost und der „Sinfonia festiva“ des Michael Schütz mit imposanten Bläsereinsätzen, kurzen Orgelintermezzi und einer riesigen Schlussfermate gestaltet. Der herzliche Applaus wurde mit „Dance with me“ belohnt.

Bläsermusik steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stand Bläsermusik des Neobrass-Quartetts, das auf einen Hornisten verzichten musste. Die Trompeter Bálint Tacács und Rainer Benner, Andreas Spiegelhalder (Posaune) und Markus Pfundstein (Tuba) warteten mit virtuosem Können auf und durchschritten 400 Jahre Musikhistorie von der Kunst des Venezianers Giovanni Gabrieli mit der „Canzona per Sonare no. 4“, über das „Rondeau“ im feinfühligen französischen Barock des Jean Joseph Mouret zum romantischen „A Morning Song“ des Anglo-Amerikaners Felix Borowski und der Filmmusik „Gabriella’s Song“ aus „Wie im Himmel“ von 2005.

Zur Abrundung erklang beseelt-feierlich das „Notturno“ des russischen Marineoffiziers und Komponisten Nikolai Rimskij-Korsakow.