Der erste Schultag liegt bereits hinter ihnen: den 27 Schülern der neuen Grundschule Hallerhöhe, die zusammen mit den Lehrerinnen eine doppelte Premiere feierten.
Aufgeregtes Raunen geht durch die Sitzreihen des Gymnastikraums der Deutenbergturnhalle – ganz besonders in den ersten Reihen, in denen die 27 Erstklässler der neuen Grundschule Hallerhöhe mit ihren neuen Schulranzen sitzen.
„Leute, heute geht die Schule los“, heißt ein Lied, das zusammen gesungen und getanzt wird – und es stimmt: Sie feiern Premiere, und zwar gleich doppelt: „Es ist Eure Einschulung in unsere neu gegründete Grundschule“, betont Klassenlehrerin Kerstin Schlenker, die zusammen mit Klassenlehrerin Ulrike Kärcher auch die kommissarische Schulleitung übernommen hat, diesen „ganz besonderen Tag für alle“.
Schüler als „Pioniere“
Sie bezeichnet die neuen Schüler, die die erste Klasse bilden, als „Pioniere“ der Hallerhöhe, und beschreibt gleichzeitig die Schule nicht nur als ein Gebäude mit Büchern, sondern vielmehr als einen Ort, an dem Schüler (zusammen-)wachsen, an dem alle Beteiligten Hand in Hand gehen, damit die Kinder sich wohlfühlen, sowie als einen Ort der Freude und Geborgenheit.
Wenig später geht es mit Kerstin Schlenker zur ersten Schulstunde ins Klassenzimmer. Das befindet sich für die Erstklässler noch nicht im eigentlichen Hallerhöhe-Gebäude, sondern in den Containermodulen am Rand des Deutenberg-Sportplatzes.
Viel Platz
In einem Randmodul sind auf zwei Stockwerken verteilt drei Unterrichtsräume, Sekretariat mit Rektorzimmer, Lehrerzimmer, VGS- und Förderraum mit Bücherei sowie Toiletten. Nebenan sind in den Containern derzeit noch Verwaltung und Fachräume des Schulverbunds am Deutenberg untergebracht.
Zweifel beseitigt
Wenn die Einschulung um ist, fällt bei den beiden Schulleiterinnen die erste Anspannung ab: Alles habe gut geklappt, und die Grundstimmung sei durchweg positiv. „Im Gespräch mit den Eltern haben wir die letzten Zweifel beseitigen können“, erzählt Kerstin Schlenker mit Blick auf die im Vorfeld entfachte Diskussion um den Interims-Containerstandort, der durch die Generalsanierung des eigentlichen Schulgebäudes eine Meter weiter entfernt notwendig geworden war.
Schon beim Elternabend und Schnuppernachmittag an den Tagen zuvor konnten sich die Familien ein Bild von den frisch eingerichteten und grundschultauglich gemachten Räume machen. Diese sind mit lauter neuen Materialien und Möbeln bestückt.
Austausch mit Stadt
Kerstin Schlenker lobt dabei den stets guten Kontakt zur Stadt – nicht nur bei der Beschaffung der Lernmittel seien sie vom Amt für Jugend, Bildung, Sport und Integration (JuBIS) unterstützt worden. „Allen war es wichtig, dass die Schule gut starten kann.“ Auch Wünsche, unter anderem ein Hochbeet im Außenbereich, seien realisiert worden.
Apropos Außenbereich: Noch nicht ganz fertig ist derweil der – bald abschließbare – Pausenhof. Hier fehlen noch die Spielgeräte, die später einmal auf die Hallerhöhe mitgenommen werden sollen. Platz zum Toben und Abschalten gibt es für die Schüler genügend, finden die Lehrerinnen. Auch ein Teil des Sportplatzes darf künftig mitbenutzt werden.
Ulrike Kärcher und Kerstin Schlenker sind optimistisch gestimmt, was die Zukunft betrifft. Am Interims-Standort Deutenberg sei man sich freundlich aufgenommen worden – sowohl mit den Schulleitern des Schulverbunds und des Gymnasiums, aber auch mit den Schülern habe es bisher positive Begegnungen gegeben.
Das Beste draus machen
„Wir schauen gemeinsam nach vorne“, sagt Ulrike Kärcher vor allem mit Blick auf die Familien, die sich kooperativ zeigten und gewillt seien, das Beste aus der Situation zu machen. Wichtig ist den Schulleiterinnen zudem – und das ganz ungebunden an einen Standort – das, was die Hallerhöhe ausmachen soll: ein gutes Miteinander auf Augenhöhe, eine konstruktive Gemeinschaft und eine lösungsorientierte Sprache für eine „tolle Grundschulzeit“.
Sie leiten die Geschicke der Hallerhöhe
Die Interims-Schulleiterinnen
Kerstin Schlenker war zuvor an der Grundschule Weigheim-Mühlhausen zuständig und hatte ebenso wie Ulrike Kärcher, die in Burgberg bei Königsfeld als Grundschullehrerin gearbeitet hat, einen Versetzungsantrag gestellt, um näher an der Innenstadt Schwenningen zu arbeiten – Kerstin Schlenker sogar mit Wunsch auf Lehrtätigkeit an der neuen Grundschule Hallerhöhe. Die Hallerhöhe kennen beide Schwenningerinnen noch aus gemeinsamen Gymnasialzeiten. Daraus ergeben hat sich zudem die Möglichkeit, vorübergehend die Schulleiterstelle zu übernehmen – „wenn, dann aber gemeinsam“, sei stets die Bedingung gewesen, berichtet Ulrike Kärcher. Unterstützt werden die beiden Klassenlehrerinnen von Religionslehrerin Tanja Fischer, im VGS-Bereich von Emelie Merkle sowie im Sekretariat von Sarah Hahn.