Viele Menschen genossen das Nagolder Herbstfest an diesem Wochenende in der Innenstadt. Foto: [c] thomas fritsch

Es ist das Fest in der Nagolder Innenstadt mit der größten Tradition, dessen Konzept seit Jahrzehnten fast unverändert besteht – ein echter Klassiker eben. Und dieser Klassiker lockte auch in seiner jüngsten Ausgabe wieder die Menschenmassen in die Stadt.

Die Mischung ist ganz offensichtlich bestechend: Ein Wochenende mit vielfältigsten Marktständen an beiden Tagen, die an beiden Tagen geöffneten Fachgeschäfte in der Innenstadt, dazu ein reichhaltiges kulinarisches Angebot für fast jeden Geschmack – inklusive Gastrogarten am Longwyplatz.

 

Dazu noch der Urschelwein, der Urschelbrunnen und Musik am Sonntag – das ergibt in schöner Regelmäßigkeit seit Jahren einen Gästeansturm an beiden Tagen in der Nagolder Innenstadt.

Schon am Samstag war es proppevoll

Das war auch in diesem Jahr so. Schon am Samstagmittag war die Nagolder Innenstadt proppevoll, die Suche nach einem Parkplatz geriet schon in den ersten Stunden des Nagolder Herbstfestes zu einer Geduldsprobe. Und auch das für ein Herbstfest eigentlich typische kühle, windige und nur selten sonnige Wetter am Samstag hielt die Besucher nicht von ihrem Trip in die Nagolder City ab. Bis zum Spätnachmittag des ersten Urschelfest-Tages waren die Straßen bestens gefüllt – bis es gegen 17 Uhr etwas mit dem Gästeaufkommen nachließ.

Ein Urschelwein gehört einfach zum Urschelfest. Foto: Thomas Fritsch

Der Blick gen Himmel verhieß am Sonntagmorgen auch für City-Managerin Saskia Gärtner nicht unbedingt Gutes. Sollte der zweite sonst so starke Tag des Urschelfestes verregnet werden?

Am Nachmittag strahlte der in sommerlichem Blau

Doch die Befürchtungen der Macher und Veranstalter, der Nagolder Händler und der vielen Standbetreiber trafen nicht ein. Fast pünktlich zum Start um 11 Uhr riss die Wolkendecke auf. Nur der gelegentliche Wind erinnerte – zumindest wettertechnisch – an den Herbst. Am frühen Nachmittag erstrahlte der Himmel in fast schon sommerlichem Blau. So manch einer dürfte bei diesen Umständen an das Schlagwort des „Nagoldwetters“ gedacht haben.

Es gab reichlich kulinarische Genüsse zu entdecken.

Die federführende City-Managerin hatte am Sonntagnachmittag keinen Grund zu klagen. Im Gegenteil: Sie strahlte mit der Herbstsonne um die Wette. „Besonders dieser Sonntag ist ein echter Jackpot“, freute sie sich im Gespräch mit der Redaktion. Auch die Aussteller – 60 Kunsthandwerker, 20 Caterer und 20 Bauernmarkt-Anbieter – seien mit dem Verlauf des Urschelherbstes wirklich zufrieden.

Zwischen 20 000 und 30 000 Besucher in der Stadt

Das Fazit der Anbieter, die übrigens aus fast ganz Baden-Württemberg zum Nagolder Urschelherbst kommen, laut Gärtner: „Echt gut“. Ein Maßstab für den Erfolg einer solchen Veranstaltung sind ja oft die Gäste- oder Besucherzahlen. Doch die City-Managerin tut sich da generell etwas schwer mit der Schätzung, aber aus ihrer Erfahrung heraus dürften es in diesem Jahr schon zwischen 20 000 und 30 000 Besucher beim Urschelfest gewesen sein.

Für sie als City-Managerin ist am Sonntagabend übrigens nicht nur nach dem Urschelfest, sondern vor der Lichternacht. Und sogar der nächste Urschelherbst wirft bei ihr schon seine Schatten voraus. Denn schon im November bekommen die Aussteller 2024 schon erste Post vom Cityverein, ob sie auch im Jahr 2025 wieder Teil des Klassikers Urschelfest Nagold sein wollen.