Bei „Martin Mechanic“ nahmen Schüler die Technik der Zukunft unter die Lupe. Foto: Bernklau

Wie findet sich für Jugendliche der passende Job, der auch in der Zukunft passt? Diesem Thema hat sich der Rotary Club Nagold-Herrenberg schon seit Jahren angenommen.

Welcher Job ist der richtige für mich? – Die Wahl des passenden Berufes ist in der jüngsten Zeit für junge Menschen nicht unbedingt einfacher geworden. Um bei der Beantwortung dieser wegweisenden Frage zu helfen, engagiert sich der Rotary Club Nagold-Herrenberg – zu dessen Zielen die Unterstützung von Jugendlichen zählt – seit vielen Jahren auf diesem Sektor. Und die Marschrichtung des Clubs ist so einfach wie sinnhaft: Man muss Unternehmen und Jugendliche erst einmal direkt in Kontakt miteinander bringen.

 

Beim Rotary-Club Nagold-Herrenberg trägt die Aktion den Namen „Unternehmen stellen sich vor“. Die Organisation obliegt dem „Berufsdienstbeauftragten“ Ralf Benz. Er bringt zweimal im Jahr Jugendliche von Realschulen in heimische Unternehmen. Im Herbst ist regelmäßig der Bereich Herrenberg am Start, wo das Projekt mit der Theodor-Schüz-Realschule umgesetzt wird.

120 Schüler in Begleitung von Lehrern und Eltern

Im Frühjahr oder Frühsommer ist dann der Bereich Nagold dran, wo sich die Christiane-Herzog-Realschule über die Aktion des Rotary-Clubs freuen kann. In diesem Jahr und in dieser Woche dürften sich etwa 120 Schüler in Begleitung von Lehrern oder auch Eltern bei Unternehmen im Nagolder Raum umschauen. Da war das Nagolder Krankenhaus ebenso dabei wie Aldinger, die Volksbank oder Rolf Benz.

Organisator Ralf Benz und der aktuelle Präsident des Clubs, Jonathan Whitloock, schauten bei Martin Mechanic auf dem Wolfsberg vorbei, wo gut zehn Nagolder Realschüler nicht schlecht staunten über die Technologie der Zukunft, die dort bereits zur Anwendung kommt – etwa im Robotik-Bereich. Gezeigt bekamen sie die Spannbreite des Unternehmens unter anderem von Carolin Schmid und Mark Martin.

„So etwas ist echt das Salz in der Suppe“

Da staunte auch der stellvertretende Schulleiter Rolf Thalgott, der die Aktion von Seiten der Realschule aus betreut. „Viele kennen nur den Namen Martin Mechanic und das Thema Maschine“, so Thalgott. „Aber bei so einem Termin wie heute ist man wirklich sehr nah dran an der Realität, bekommt Infos aus allererster Hand.“ Und dementsprechend groß sei auch das Interesse der Schüler und Eltern an der Aktion. „Die sind wirklich begeistert. So etwas ist echt das Salz in der Suppe.“

Und auch die Unternehmer sind von der Aktion überzeugt. „Wir sind da seit mehr als zehn Jahren mit von der Partie“, sagt Kathrin Martin. „Bei so etwas können wir die Jugendlichen für das zehnte Schuljahr noch einmal so richtig motivieren.“ Die Schüler könnten feststellen, dass viele Berufswege nach Rom führen, aber auch anderes feststellen: „Sie können auch hier rausgehen und wissen, was sie nicht wollen. Auch das bringt sie weiter.“