Die Besucher des Badeparks freuen sich, endlich wieder schwimmen zu können. Foto: Fritsch

Stadt ist mit dem Start zufrieden. Umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept. Kontaktloser "Check-in".

Nagold - Pünktlich zum Sommerbeginn hat der Nagolder Badepark seine Tore wieder geöffnet. Das Team des Badeparks hat infolge der Verordnung des Kultusministeriums und des Sozialministeriums über den Betrieb von Schwimm- und Hallenbädern zum Schutz der Gäste ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet.

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Wie in allen Freibädern im Land ist die Anzahl der Badegäste auch in Nagold begrenzt. Damit besonders an den noch kommenden Sommertagen keine Warteschlangen vor dem Ticketautomat entstehen und der Einlassprozess möglichst kontaktlos erfolgen kann, haben sich die Verantwortlichen für eine "sichere digitale Lösung" ausgesprochen.

Der "Check-in" ins Freibad erfolgt komplett kontaktlos

Mit Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderung und der Einbindung des Digital Hub Nagold, dem Digitalisierungszentrum im Landkreis Calw, konnte das Startup DGBRT angeworben werden, das auf die Einrichtung von Online-Ticketsystemen spezialisiert ist. "Ein Online-Ticketsystem hat den großen Vorteil, dass die Gäste keine lange Wartezeit haben. Das Formular zur Kontaktnachverfolgung muss nicht vor Ort ausgefüllt werden und es ist keine Barzahlung notwendig – das heißt, der ›Check-in‹ ins Freibad erfolgt komplett kontaktlos. Entweder mittels QR-Code vom Handy aus oder alternativ über einen Ausdruck des Tickets", erklärt Philipp Jungk, Vertriebs- und Marketingspezialist bei DGBRT.

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Für viele Badeparkbesucher ist diese Art des Ticketkaufs sicher ungewohnt. Deshalb erklärt die Stadt Nagold das Procedere nochmals: Über die Website des Badeparks Nagold können die Tickets erworben werden. Nach Abschluss der Bestellung bekommt man die Bestell- / Zahlungsbestätigung per E-Mail sowie einen separaten Link zur Personalisierung der Tickets. Nach erfolgreicher Personalisierung wird das Ticket automatisch erstellt und zusammen mit einem QR-Code per E-Mail versendet. Hierbei sei es ebenso möglich, Tickets auch für Dritte wie Bekannte oder andere Familienmitglieder zu erwerben und sie im Anschluss auf die jeweiligen Personen zu registrieren. "Wichtig ist es, den Bestellvorgang komplett bis zum Ende durchzuführen, nur so kann ein gültiges Ticket erstellt werden", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Nagold.

Mit diesem für den gebuchten Tag und das jeweilige Zeitfenster gültigen QR-Code könnten die Besucher dann im Badepark ein- und wieder auschecken. Wichtig dabei sei, den QR-Code bis zum Verlassen des Bades aufzubewahren.

Kinder unter sechs Jahren müssen keinen Eintritt bezahlen und benötigen daher auch kein eigenes Ticket. Da sich Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr nur in Begleitung eines Erwachsenen im Badepark aufhalten dürfen, kann der Freibadbesuch über die erwachsene Begleitperson nachverfolgt werden.

Die Wirtschaftsförderin der Stadt Nagold, Cleo Fuhrländer, ist vom System begeistert und überzeugt: "Wir haben bereits innerhalb kürzester Zeit über 850 Tickets über das System verkaufen können. Uns war es vor allem wichtig, zum Start ein funktionierendes System anbieten zu können, an dem natürlich immer noch ein paar Stellschrauben gedreht werden können."

Auch Patrick Walz, Standortleiter des Digital Hub Nagold, zeigt sich über die Kooperation der Stadtverwaltung mit einem Startup-Unternehmen erfreut: "Es ist toll, dass die Stadt Nagold einem jungen Unternehmen die Chance gegeben hat, eine digitale Lösung für den Badepark zu erarbeiten."

Alle Informationen und den Link zu einem Erklärvideo findet man auf der Seite des Badeparks unter www.nagold.de/Badepark.