Die TSG Balingen um Jan Ferdinand (hier am Ball) setzte sich am Freitagabend in Nöttingen durch. Foto: Eibner

In einer am Ende sehr hektischen Partie siegt die TSG Balingen beim FC Nöttingen mit 2:1 und wahrt damit seine weiße Weste. Pedro Almeida Morais köpft den entscheidenden Treffer.

Der erste Balinger Sieg in Nöttingen seit 2011 ist eingetütet. Hießen die Torschützen damals noch Alexander Jauß und Marc Buchstor war dieses Mal Pedro Almeida Morais der Siegtorschütze. Doch es hätte auch anders kommen können.

 

In der 66. Minute spielte eben jener Morais in der eigenen Hälfte einen Fehlpass, in der Folge traf Nöttingens Enes Olgun Tubluk mit seinem Schuss aus 20 Metern den Pfosten. Keine 30 Sekunden später köpfte der Angreifer dann aber eine perfekt getimte Eroglu-Flanke zum entscheidenden 2:1 in die Maschen (66.).

Zwei Veränderungen

Nach der grandiosen Vorstellung gegen den SSV Reutlingen gab es wenig Grund für Veränderungen – so sah die Startelf auch sehr ähnlich aus. Maximilian Herberth spielte für Marvin Jäger, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Und mit Jan Ferdinand anstelle von Ole Deininger setzte Isik auf noch mehr Offensiv-Power.

Balingen kontrollierte von Beginn an die Partie und hatte mehr Ballbesitz als die Hausherren. Torchancen blieben aber zunächst Mangelware. So war es dann eine Standardsituation, die über Umwege zum Erfolg führte. Eine Ecke wurde in den Rückraum geklärt, von dort flankte Morais in Richtung von Jan Ferdinand: Dessen Kopfball wurde von Torhüter Ante Eljuga noch stark pariert, Sascha Eisele war aber völlig blank und nickte zum 1:0 ein (26.). Mit diesem Resultat ging es auch in die Kabine.

Wilde Schlussphase

Dann hatte das TSG-Spiel zunächst einen Knick. Man holte sich schnell drei gelbe Karten und vertändelte manchen Ball zu leicht. Die Hausherren erzielten dann auch den Ausgleich. Dennis Klemm köpfte eine Ecke auf den kurzen Pfosten in der 56. Minute ein. Kurze Zeit später rettete der Außenpfosten den Balingern dann zu diesem Zeitpunkt das 1:1.

Nach der Führung durch Morais konnte sich Schlussmann Dennis Klose noch zwei Mal mit starken Reflexen auszeichnen. Schlussendlich überstand die Isik-Elf aber auch die siebenminütige Nachspielzeit und thront damit mindestens zur Pforzheimer Partie in Ravensburg an der Spitze.