Nach mehreren Chancen war Igor Matanovic doch der Held des SC Freiburg. Begleitet wurde das Spiel gegen Tel Aviv von einem großen Polizeieinsatz, Zwischenfälle gab es keine.
Mobile Zufahrtssperren auf dem Weg, ein Großaufgebot von teilweise schwer bewaffneten Polizisten und große Probleme beim Einlass der Fans ins Stadion: Das Europa-League-Heimspiel des SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv war bereits vor dem Anpfiff besonders.
Bereits Mittags war die Polizei mit einem Großaufgebot in der Stadt und vor dem Stadion präsent. Nennenswerte Zwischenfälle gab bis Donnerstagabend nicht, auch eine Pro-Palästina-Demonstration gegen das Spiel verlief friedlich.
Und so kehrte am Abend im Europa-Park-Stadion zumindest auf dem Rasen so etwas wie sportliche Normalität ein – auch wenn die Stimmung zu Beginn des Spiels anders war als sonst. Denn einige Fans kamen erst nach Anpfiff auf ihre Plätze, am Ende meldete der SC Freiburg 27 600 Zuschauer – davon rund 100 Maccabi-Fans im Gästeblock im Europa-Park-Stadion.
Zunächst wenig Torgefahr
Auf dem Feld übernahmen nach kurzer Abtastphase zu Beginn schnell die Gastgeber das Kommando. So richtig gefährlich wurde es jedoch selten. Derry Scherhants Schuss (11.) ging deutlich vorbei, in der 19. Minute war Stürmer Igor Matanovic von einem Fehler in der Maccabi-Hintermannschaft zu überrascht, um ihn zu nutzen.
Auch danach wurde Matanovic bei seinem ersten Startelf-Einsatz in der diesjährigen Europa-League-Saison immer wieder von seinen Kollegen gesucht. Doch mal verfehlte er bei einem Fallrückzieher knapp den Ball, mal konnte er sich gegen die dicht gestaffelte Gäste-Abwehr nicht entscheidend per Kopf durchsetzen. Seine beste Chance hatte der Angreifer nach 37 Minuten, als er aus kurzer Distanz am Maccabi-Schlussmann Roi Mishpati scheiterte.
Atubolu rettet stark
Weil drei Minuten zuvor Yuito Suzuki nach einer Flanke Rückenlage hatte und den Ball aus vielversprechender Position weit übers Tor jagte, blieb es zur Pause beim 0:0 – mit klaren Vorteilen für den SC Freiburg. Gleichzeitig konnten sich die Breisgauer aber auch bei Noah Atubolu bedanken, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einer klasse Parade die Null hielt.
Sein Pendant auf der Gegenseite machte es ihm in der 57. Minute nach. Einen Kopfball von Matthias Ginter kratze er von der Linie, den Nachschuss aus zwei Metern beförderte Matanovic an die Latte. Fortan spielten nur noch die Freiburger und betrieben dabei phasenweise Chancenwucher. Die Gäste dagegen beschränkten sich aufs Verteidigen. Dass sie sich zudem häufig auffallend viel Zeit ließen, sorgte bei den Freiburger Fans für Unmut.
In der 82. Minute war der Ärger jedoch vergessen: Nach Flanke von Kapitän Christian Günter traf Matanovic per Kopf zum hochverdienten 1:0 für den SC Freiburg. Dabei blieb es am Ende eines denkwürdiges Fußballtages in Freiburg.