Vor rund drei Monaten wurde ein Mann mutmaßlich auf einem öffentlichen Parkplatz in der Neuenbürger Turnstraße ermordet. An diesem Mittwoch rekonstruierten die Beamten die Tat vor Ort.
Am Morgen des 25. Februars wurde ein lebloser Mann aus dem Enzkreis in einem geparkten Fahrzeug in Neuenbürg aufgefunden. Am 1. April verhaftete die Polizei einen Verdächtigen. Der Tatvorwurf lautet Mord.
Nun gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt: Den Ermittlungen und den Ergebnissen der Rechtsmedizin zufolge wurde das 41-jährige Opfer erschossen.
Mutmaßlich wurde auch an diesem Mittwoch geschossen
Am Mittwochvormittag, 13. Mai, rekonstruierten Beamte den Tatablauf am Leichenfundort mit „verschiedenen Maßnahmen“, heißt es in der Mitteilung. Der Parkplatz am Enzufer war aus diesem Grund mehrere Stunden abgesperrt.
Um welche Maßnahmen es sich genau handelte, dazu machte die Polizei auch auf Nachfrage keine weiteren Angaben.
Da neben der eigens für diesen Fall eingerichteten Sonderkommission „Motor“ aber auch Ballistiker des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg vor Ort waren, liegt zumindest nahe, dass auch geschossen wurde, um Erkenntnisse zu gewinnen.
Keine weiteren Informationen zur Tatwaffe
Ob die Tatwaffe gefunden wurde, um was für eine Waffe es sich handelt oder ob der Beschuldigte bereits Angaben zur Sache gemacht hat, auch dazu gibt es keine weiteren Informationen. „Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir derzeit in dem laufenden Verfahren zu Ihren Fragen keine Angaben machen“, erklärte Benjamin Koch, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Pforzheim, auf Anfrage.
Das Opfer, ein Mann aus dem westlichen Enzkreis, war am Morgen des 25. Februars in einem geparkten weißen Ford S-Max entdeckt worden. Mutmaßlich wurde er dort, wo er entdeckt wurde, auch getötet. Der Mann hatte als Hausmeister und Lieferant in der Gastronomie gearbeitet.
Die Polizei war aufgrund der Gesamtumstände schnell von einem Tötungsdelikt ausgegangen, hatte die Sonderkommission „Motor“ gegründet und ging seither hunderten Spuren nach.
Am Morgen des 1. Aprils durchsuchten die Ermittler schließlich sieben Wohn- und Geschäftsgebäude, sechs in Neuenbürg und eines in Pforzheim, um Beweismittel zu finden und mögliche Spuren zu sichern.
Zwischen Opfer und Tatverdächtigem bestand eine Vorbeziehung
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erließ das Amtsgericht in Pforzheim zudem einen Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 40-jährigen Tatverdächtigen. Zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen habe eine Vorbeziehung bestanden, heißt es.
Die Festnahme erfolgte in den Morgenstunden des 1. Aprils in Neuenbürg. Noch am selben Tag wurde der dringend Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte.