Wilde Kleiderablagerungen bei den Containern am Bauhof. Foto: Vögele

Durchwühlte und aufgerissene Kleidersäcke vor den Containern in Vöhringen am Bauhof und beim Hirschberg – bei der Gemeinde gehen wegen der Zustände viele Klagen ein.

Es ist kein schöner Anblick, der sich dem Spaziergänger in Richtung Keltertal oder dem Passanten in der Dorfmitte bietet. Gemeint sind die Altkleiderablagen rund um die zwei Container beim Bauhof und dem beim Hirschberg.

 

Kleidersäcke türmen sich, sind teils aufgerissen, durchwühlt, Kleidungsstücke und Schlappen herausgerissen und dann einfach liegen gelassen worden. Viele Kleidungsstücke sind offensichtlich auch ohne Verpackung darauf geworfen worden. Es sind nicht nur Altkleider, beim genauen Hinsehen entdeckt man auch Hausmüll, der zum Sperrmüll gehört oder über den Hausmüll entsorgt werden kann. Ein Ärgernis!

DRK sieht „großes Problem“

Wer ist verantwortlich dafür? Auf Nachfrage beim Ordnungsamt der Gemeinde war zu erfahren, dass die Gemeinde zwar das Grundstück zur Verfügung stellt, auf dem die Container aufgestellt werden können, aber mit der Entsorgung der Altkleider nichts zu tun hat. Dafür sind die Organisationen zuständig, welche die Container aufstellen. Bei der Gemeindeverwaltung gehen viele Klagen über den derzeitigen unordentlichen Zustand ein. Alle Kläger werden an die Organisation verwiesen, in diesem Falle ist es das Rote Kreuz, bei der sie ihre Beschwerden vorbringen können. Der örtliche Bauhof entfernt bei Bedarf den Hausmüll, jedoch nicht die Altkleider, das wäre Diebstahl.

Carsten Rinke, Stellvertretender Bereitschaftsleiter des Kreisverbands Rottweil des DRK, berichtete von den Altkleider als einem großen Problem für das DRK. Die Container würden regelmäßig alle 14 Tage geleert, jedoch seien sie auch gefüllt mit Essensresten. Eine Großpackung an Lebensmitteln wurde dort auch schon entsorgt.

Sperrmüll in Anspruch nehmen

Ferner seien die Container nicht für eine Großentsorgung, etwa bei einem Todesfall, ausgelegt und schon gar nicht für den übrigen Müll. Mit diesen Problemen hätten sie immer wieder zu kämpfen. Sollte der Container voll sein, sollte ein anderer angefahren werden. Eine zusätzliche Leerung kann nur erfolgen, wenn die Bürger ihr Anliegen über die Nummer 0741/47 90 bei der Zentrale des DRK Rottweil melden.

Von verantwortungsvollen Bürgern kann eigentlich erwartet werden, dass die regelmäßige Haus- und Sperrmüllabfuhr in Anspruch genommen und im Falle eines vollen Containers auch ein anderer angefahren wird, das ist der Wunsch aller Gehörten.