In diesem Jahr können Interessierte an 16 Terminen in die Geschichte der Goldwäscherei eintauchen. Foto: Stadt Bad Herrenalb/Christian Siebje

Goldwaschen in Bad Herrenalb ist äußerst beliebt, die Teilnehmer kommen oftmals von weit her. Michael Leopold gibt Kurse. Er weiß: „Gold hat von seinem Mythos noch nichts verloren.“

Gold fasziniert nicht nur bei den Olympischen Spielen. Auch wenn die Vorkommen in Deutschland überschaubar sind, suchen immer wieder Goldwäscher nach dem Edelmetall. Das ist mitunter eine Frickelei.

 

„Goldwaschen in der Alb“ startet in diesem Jahr am 28. März Das „Goldwaschen in der Alb“ mit dem Diplom-Geologen Michael Leopold ist einer der beliebtesten Veranstaltungen der Herrenalber Touristik, heißt es in einer Mitteilung der Bad Herrenalber Stadtverwaltung.

In diesem Jahr können Interessierte an 16 Terminen in die spannende Geschichte der Goldwäscherei eintauchen und den Gebrauch von Waschbänken und Waschpfannen lernen, um am Ende eine Goldwäscher- Urkunde mit nach Hause zu nehmen.

Teilnehmer kommen oft von weit her zum Goldwaschen

Einer der Teilnehmer früherer Veranstaltungen ist Erik Tetzlaff. Ausgestattet mit Schaufel, Waschrinne und Waschpfanne watete der Kieler in Bad Herrenalb auf der Suche nach Gold mit Gummistiefeln durch das 12, 13 Grad kalte Wasser der Alb. „Ich habe es mir nicht so schwierig vorgestellt“, sagte er damals. Die Strömung sei recht stark. Er und seine Mutter hätten mehrere Versuche gebraucht, um die richtige Technik zu finden und Schritt für Schritt die kleinsten Partikel aus dem goldhaltigen Sand am Boden des kleinen Flusses Alb zu waschen. Die zwei waren extra nach Baden-Württemberg gekommen, um an einem Goldwaschkurs mit Leopold teilzunehmen.

Die Goldwasch-Kurse in Bad Herrenalb sind sehr begehrt. Foto: Stadt Bad Herrenalb/Christian Siebje

„Ich interessiere mich für Mineralien“, sagte Erik. Daher habe seine Mutter ihm das geschenkt und sie machten sich auf die Suche nach dem kostbaren Edelmetall. Für Kursleiter Leopold sind Teilnehmer von weit her keine Überraschung: „Gold hat von seinem Mythos noch nichts verloren.“

Die Nachfrage nach solchen Angeboten sei ungebrochen. Und den jungen Teilnehmern verrät er: „Erwachsene fangen immer leicht an zu spinnen, wenn es um Gold geht. Die erwarten hühnereigroße Nuggets.“ Doch meist handelt es sich bei den Funden bloß um winzige Flitter, mit denen sich kein Vermögen machen lässt.

Kein Goldrausch – aber Kurse sind beliebt

Ein Goldrausch wie einst im Yukon-Territorium im Nordwesten Kanadas sei daher hierzulande bis heute konsequenterweise ausgeblieben. Dabei gebe es in vielen Regionen Deutschlands Goldvorkommen und Goldwäscher. Internetforen befassen sich mit dem Thema. Und Fernsehformate suggerieren einen Mix aus Spannung, Abenteuer und Erfolg. „Aber das entspricht nicht der Realität in unseren Gefilden“, sagt Leopold. Solche Beiträge seien für Goldwaschkurse zwar gutes Marketing. Doch am Ende sei es eher Fiktion. Von 20 Kursteilnehmern bleibe im Schnitt einer bei der Sache. „Da geht es dann nicht um Reichtümer, sondern den Nachweis von Gold.“

Los geht es am Samstag, 28. März, die weiteren Termine sind die Samstage am 11., 18. und 25. April, am 9. und 16. Mai, am 13. und 20. Juni, am 18. und 25. Juli, am 8. August, am 12. und 19. September sowie am 10. Oktober. Am 7. August und am 11. September findet das Goldwaschen zusätzlich am Freitag statt. Beginn ist bei allen Terminen um 10 Uhr, der Treffpunkt ist immer am Holzlagerparkplatz Kullenmühle am Kreisel am Ortseingang aus Richtung Karlsruhe.

Goldwaschen in Bad Herrenalb dauert etwa dreieinhalb Stunden

Die Veranstaltungen dauern rund dreieinhalb Stunden, die Kosten betragen 25 Euro pro Person. Aufgrund der hohen Nachfrage und der begrenzten Teilnehmerzahl vom maximal 20 Personen empfiehlt die Touristik, die Wunschtermine für das „Goldwaschen in der Alb“ rechtzeitig in der Tourist-Info auf dem Rathausplatz, telefonisch unter 07083/50 05 55 oder per E-Mail an info@badherrenalb.de zu buchen.

Mehr Infos zu dieser sowie allen weiteren Veranstaltungen gibt es zudem online auf www.badherrenalb.de/veranstaltungen.