Der Saatgutspender vor der Kirche Foto: Nick Leukhardt

Der Rosenfelder Verein Mellifera gibt Infos zur Ansaat im Spätsommer und deren Vorteile.

Der Boden ist nach dem Sommer warm, das Mikroklima stabil, und Konkurrenz-Unkräuter ziehen sich bereits zurück. Das sind Argumente für eine Ansaat im Spätsommer, die das Netzwerk Blühende Landschaft, eine Initiative des Rosenfelder Vereins Mellifera, hier liefert.

 

Doch wozu braucht es heimische Wildpflanzen im Garten denn? Tun es die schönen Zierpflanzen aus dem Baumarkt nicht auch? Die Antwort ist laut Mitteilung des Vereins ein klares „Nein“ – und das habe mehrere Gründe.

„So sind regionale Arten an die Standortbedingungen der hiesigen Gärten angepasst und brauchen weder Kunstdünger noch chemische Pflanzenschutzmittel. Außerdem liefern mehrjährige Wildblumenwiesen Pollen, Nektar und Samen von März bis Oktober – ein gedeckter Tisch für Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel“, heißt es.

Tief wurzelnde Natursorten speichern CO₂ dauerhaft

Heimische Wildpflanzen seien zudem auch klimafreundlicher. Denn tief wurzelnde Natursorten speichern CO₂ dauerhaft und verbessern den Wasserhaushalt deines Bodens.

Die Herbstansaat, auch Spätsommeransaat genannt, findet von Anfang September bis Mitte Oktober statt. Die Gefahr von langen Trockenperioden ist hier verringert, die gesäten Pflanzen gehen im Rosettenstadium durch den Winter und haben dann einen Vorsprung im nächsten Frühjahr, so dass sie dann schnell wachsen und blühen.

Um möglichst viele Menschen mit insektenfreundlichem, heimischen Wildpflanzen-Saatgut zu versorgen, hat der Verein Mellifera im Frühjahr 2025 einen Saatgutspender vor der Rosenfelder Stadtkirche aufgestellt. Für einen Euro kann eine Kapsel mit Saatgut für ein Quadratmeter gezogen werden.

Automat wurde wieder befüllt

Über die heißen Sommermonate stand der Automat leer, nun wurde er jedoch wieder nachgefüllt. „Ab sofort kann also wieder gebietsheimisches Saatgut in Rosenfeld gezogen werden, um die Gärten der Region noch bunter und insektenfreundlicher zu gestalten.“