Die Ortsmitte von Steinen am Cornimontplatz Foto: Köpfer

Erste wertvolle Erkenntnisse der IHK Ortskernberatung in Steinen liegen nun vor. Wo liegt Handlungsbedarf? Und was ist ein „Wow-Fenster“?

Seit Dezember läuft das Landesprogramm „Innenstadtberatung“ auch in Steinen. Flankiert von einem Ortskernspaziergang, einer Passanten Befragungen, Frequenzmessungen und einer erfolgreichen Online Umfrage, konnten erste Erkenntnisse aufgenommen werden.

 

Programm des Landes

Seit Dezember läuft das für die Gemeinde Steinen kostenfreie Landesprogramm „Innenstadtberatung“, das die Gemeinde gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee durchführt. Ein Spaziergang durch den Ortskern von Steinen, flankiert durch eine Passanten Befragung und einer Frequenzmessung von Passanten, sowie einer erfolgreichen Online Umfrage, konnten bereits wertvolle Hinweis zum Ortskern von Steinen geben.

Seite Ende Januar wurden rund 650 Interviews geführt – sowohl vor Ort mit Passanten als auch bei der Online Umfrage. Diese wurde zum 1. März abgeschlossen. Erste Trends aus den zahlreichen Rückmeldungen zeichnen sich ab, teilt die Gemeinde mit.

Hinweise der Bevölkerung

Besonders häufig wurde eine stärkere Verkehrsberuhigung im Kernort Steinen sowie mehr Sicherheit für Kinder rund um den Brunnen am Cornimont-Platz genannt.

Viele Befragte wünschten sich außerdem gemütliche Cafés oder Bars als Treffpunkte. Positiv bewertet wurde hingegen der Wochenmarkt. Insgesamt zeigt sich, dass zusätzliche Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten im Ortskern von Steinen stark nachgefragt werden.

Gespräche mit Einzelhandel

Ein wichtiger Baustein im „Ortskerncheck“ steht noch aus. Weitere Erkenntnisse sollen die persönlichen Gespräche mit den Inhabern der Geschäfte bringen. Die Einzelhändler kennen die alltäglichen Herausforderungen, Potenziale und Besucherströme aus erster Hand, heißt es im Bericht. Ihre Perspektive sei daher besonders wertvoll. Ende April ist eine individuelle Schaufensterberatung vorgesehen. Eine Visual Merchandiserin nimmt sich gemeinsam mit den interessierten Geschäftsinhabern die Geschäfte vor, macht Vorschläge, wie die Schaufenster gut aussehen können und die Leute Lust bekommen, hineinzugehen und einzukaufen, schreibt die Gemeinde.

Echte Hingucker

„Kurz gesagt: Sie macht aus Produkten echte Hingucker. Gemeinsam mit den Betrieben entwickelt sie Ideen, wie die Kundschaft noch gezielter angesprochen werden kann“, heißt es in der Mitteilung.

Unter dem Motto „Vom Schaufenster zum Wow-Fenster“ erhalten die Teilnehmer eine einstündige, kostenlose und individuelle Beratung.

Weg zum „Wow-Fenster“

Im nächsten Schritt wird die Projektlenkungsgruppe, die aus Geschäftsleuten, Vereinsvertretern, Gemeinderäten und Verwaltungsmitarbeitern besteht, die vollständige Analyse der Industrie- und Handelskammer sichten.

Zusammen mit der IHK Projektleiterin Viktoria Arens sollen gemeinsam Kernthemen festgelegt werden. In einer öffentlichen Veranstaltung werden darauf aufbauend, weitere Ideen aus der Bevölkerung gesammelt und priorisiert.

Bürgermeister ist zuversichtlich

Bürgermeister Braun ist zuversichtlich: „Wenn es uns gelingt im Rahmen des IHK Beratungsprojektes und mit den Ideen und Vorschlägen aus der Bevölkerung kleine Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen, können wir in unserem Ortskern von Steinen auch mit wenig Budget etwas bewirken.“

Ideen willkommen

Er freue sich auf weitere Ideen von den Bürgerinnen und Bürgern Steinens.

Die öffentliche Veranstaltung ist für Mittwoch, 6. Mai, 18.30 Uhr im Foyer des Meret-Oppenheim-Schulzentrums in Steinen geplant.