Von Kostenabrechnung bis Energiekonzept: Am Dienstag wird der Gemeinderat zahlreiche Themen rund um das Maute-Areal beschließen. Derweil bessern die Architekten des Planungsbüros AGSN ihren Entwurf für die Fläche des Kesselhauses nach.
Der Gemeinderat hat über weitere Projekte für das Maute-Areal entschieden. Während des vierten Vergabeverfahrens hielt sich das Interesse ganz offensichtlich in Grenzen: Zwei Bewerbungen wurden zum Fristende (17. März) abgegeben. Nur eine davon kommt von einer Baugemeinschaft, von einer Familie, die gemeinsam bauen will. Für eine große Familie sind die Hürden, eine Baugemeinschaft zu gründen, aufgrund verwandtschaftlicher Verhältnisse sicher niedriger.
Retentionsfläche auf dem Dach
Für das Gebäude West haben sich Bauherren zu einer Baugemeinschaft zusammengeschlossen – und das Projekt wird konkreter. In der Beschreibung des Projekts ist von einem „innovativen Typus von Doppelhaus“ die Rede. Gebaut wird es so, dass verschiedene Generationen dort einen Ort zum Leben finden. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei. Die Dachebene wird als Retentionsfläche begrünt und dient als Stellfläche für Photovoltaikanlagen. Die Fassade soll partiell begrünt werden.
Das Haus besteht aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Beton und Metallkonstruktion können als sortenreine Rohstoffe wieder verwendet werden. „Die Bewohner können im Laufe der Zeit je nach Erfordernis eine Rotation der Einheiten vornehmen. So kann beispielsweise die jüngere Familie mit Kindern zuerst in der doppelgeschossigen oberen Einheit wohnen, während die Großeltern in der barrierefreien erdgeschossigen Wohnung leben. Alle unter einem Dach und trotzdem jeder für sich mit genügend Respekt für Privatsphäre“, heißt es im Konzept.
Anzeige steht auf Immowelt
Darüber hinaus haben sich in den vergangenen Monaten keine Baugemeinschaften zusammengefunden. Die Steg sucht in Zusammenarbeit mit AGSN-Architekten aus Tübingen nach wie vor auf der Online-Plattform Immowelt nach potenziellen Interessenten, die die Fläche des ehemaligen Kessel- und Maschinenhauses neu bebauen wollen.
Wie das Architektenbüro berichtet, sei das Konzept inzwischen überarbeitet: Nun können mehr barrierefreie Wohnungen angeboten werden – dafür gibt es ganz offensichtlich eine hohe Nachfrage. Auch wird derzeit die Kostenschätzung nochmals geprüft. Mit dem Statiker konnten einige Einsparmöglichkeiten besprochen werden, „sodass wir sicher etwas günstiger werden“, heißt es weiter. Geworben wird derzeit noch mit den ursprünglichen Kosten von 4800 Euro pro Quadratmeter (in denen aber auch sämtliche Nebenkosten enthalten sind).
Kostenabrechnung
Maute
Während der nächsten Sitzung des Gemeinderats ist die Entwicklung des Maute-Areals mit fünf von 13 Tagesordnung präsent. So viele verschiedene Maute-Themen in einer öffentlichen Sitzung gibt es selten. Besprochen werden neben den beiden Optionsvergaben um den Sachstand im Hinblick auf die Erschließung des Geländes, auf das Energiekonzept und als Projektsteuerer für die Gesamterschließung soll die Steg beauftragt werden. Darüber hinaus wird die Kostenabrechnung für den Rückbau vorgestellt.
Termin
Die öffentliche Sitzung beginnt am Dienstag, 13. Mai, um 19.30 Uhr im Saal des Bisinger Feuerwehrhauses.