In Bad Dürrheim kam es durch die Massenstürze zu einem Großaufgebot von Rettungskräften. Foto: Roland Sprich

Nachdem es am Sonntagvormittag zu einem Großaufgebot von Rettungskräften entlang der „Riderman“-Strecke bei Bad Dürrheim gekommen ist, gibt die Polizei nun Details bekannt.

Beim diesjährigen Straßenradrennen „RiderMan“, welches im Großraum Bad Dürrheim ausgetragen wird, kam es am heutigen Sonntag gegen 11.30 Uhr zu zwei Massensturzgeschehen mit einer Vielzahl von Verletzten, welche einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslösten. Nach einer Erstmeldung unserer Redaktion, gibt die Polizei am Nachmittag Details zum Unfallgeschehen bekannt.

 

Demnach kam es im Bereich einer Linkskurve im Streckenabschnitt auf der K5705 zwischen Bad Dürrheim und Biesingen zu einem ersten Massensturzgeschehen. Der Tross befuhr die Linkskurve wobei es zu einer Fahrerverdichtung am linken Fahrbahnrand kam, der ein unkontrolliertes Sturzgeschehen auslöste, teilt die Polizei mit.

Eine große Anzahl der Radrennfahrer stürzte hierbei ineinander auf die Fahrbahn. Aufgrund dieses Unfallgeschehens kam es demnach zu einer Aufstauung im Rennverlauf, welche ein weiteres Massensturzgeschehen auslöste.

Beide Ereignisse lösten einen Großeinsatz der Rettungskräfte, mit der Meldung „Massenanfall von Verletzten“, aus, um die Vielzahl von Verletzten zu versorgen. So befanden sich vier Rettungshubschrauber und eine große Zahl an Rettungswagen unter Führung eines leitenden Notarztes vor Ort.

Bis zu 20 Schwerverletzte

Ersten Erhebungen der Polizei zufolge wurden bei den beiden Massenstürzen insgesamt etwa 60 bis 70 Rennteilnehmer verletzt. 15 bis 20 wurden schwer, 20 bis 25 leicht verletzt vor Ort behandelt und weiträumig in Kliniken eingeliefert. Weitere etwa 35 Rennteilnehmer hielten sich mit leichten Verletzungen fußläufig im Bereich der Unfallstellen auf, teilt die Polizei mit.

Eine abschließende Anzahl der Verletzten kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht genannt werden. Eine Einwirkung von außen auf das Renngeschehen kann von der Polizei ausgeschlossen werden.

Veranstalter sagt Rennen ab

Aufgrund der Unfälle wurden alle Rennveranstaltungen vom Veranstalter abgesagt, die laufenden Rennen kontrolliert abgebrochen und beendet. Für die Rennveranstaltung wurden alle befahrenen Straßen als Rennstrecke für den öffentlichen Verkehr gesperrt und waren verkehrsfrei. Seitens des Veranstalters wurde für Samstag und den heutigen Sonntag mit mehr als 1200 Teilnehmern des Radrennens gerechnet.