Mehr als zufrieden waren die Onstmettinger und Stettener Sängerinnen und Sänger mit ihrem Auftritt in St. Elisabeth. Foto: Dieter Dürrschnabel/Picasa

Zum wiederholten Male hat Uwe Wagner die „Große Friedensmesse“ von Gotthilf Fischer, ein Chorwerk von gewaltigen Dimensionen, dirigiert. Konzertbühne war diesmal der Altarraum der katholischen Kirche St. Elisabeth in Tailfingen.

Schon einmal, 2018, hat Uwe Wagner, der mit Gotthilf Fischer eng befreundet war, die „Große Friedensmesse“ aufgeführt, die Fischer einst eigens für den damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter komponiert hatte – seinerzeit mit dem Regionalchor Albstadt/Sigmaringen und dem Frauenchor Zollernalb. Diesmal hatte er sich mit seinem Liederkranz Onstmettingen und einem Benefizchor aus Stetten a. k.M. an das monumentale Werk gewagt und zudem hervorragende Instrumentalmusiker engagiert: Meinrad Kraus spielte Oboe, Alexander Steinbinder Trompete, Peter Thiel Flügelhorn, Bernd Werner Bariton, Walter Ruh Tuba, Kevin Wagner Schlagzeug, Sven Wagner Pauke und Hans-Peter Merz Orgel.

 

In seiner Begrüßungsansprache bekundete Pfarrer Hans-Joachim Fogl seine Freude darüber, Chöre, Instrumentalisten und Dirigent in seiner Kirche willkommen heißen zu dürfen; im Gegenzug bedankte sich der Vorsitzende des Liederkranzes, Michael Bitzer, bei ihm dafür, im Gotteshaus auftreten zu können.

Der Konzertabend begann mit einem instrumentalen Höhepunkt: Hans-Peter Merz spielte Carlo Schumanns Fuge über den Choral „Lobe den Herren“, und zu den Orgelklängen zogen die Musiker in die Kirche ein – die Sänger und Sängerinnen rechts und links der Bankreihen, die Instrumentalisten durch den Mittelgang.

St. Elisabeth eignet sich bestens für Chorkonzerte

Nachdem sich alle im Altarraum versammelt hatten, hob Uwe Wagner den Taktstock, und seine hochkonzentrierten Sängerinnen und Sänger stimmten das „Kyrie eleison“ an. Ihm folgten „Christe eleison“, „Gloria“, „Credo“, „Sanctus“, das „Benedictus“ und zum Schluss das „Agnus dei“. Die Chöre zeigten sich der großen Aufgabe vollauf gewachsen, und auch die Kirche, in der kaum ein Platz frei geblieben war, erwies sich in akustischer wie optischer Hinsicht als bestens geeignet für diese Messe.

Den Schlusspunkt setzte ein imposantes Glockengeläut, – und danach nicht enden wollender Beifall, für den sich Uwe Wagner mit bewegten Worten und die Sänger mit dem Kanon „Dona Nobis Pacem“ bedankten. Das letzte „Wort“ hatten indessen Hans-Peter Merz und die Orgel; es erklang „Power of Life“ von Mons Leidvin Takle.

In Stetten folgt der dritte Streich

Tage zuvor hatte der Projektchor bereits eine leicht abgespeckte Fassung der „Großen Friedensmesse“ auf seiner Konzertreise ins Saarland zum Besten gegeben. Nach dem Publikum in Saarbrücken und den Albstädtern werden Anfang Juli auch noch die Freunde des Gesangs in Stetten a. k. M. Gelegenheit erhalten, Gotthilf Fischers großes Werk zu hören.