Vor dem Calwer Rathaus sammelten sich zahlreiche Teilnehmer des "Lichtspaziergangs" und stellten teilweise Kerzen ab. Foto: Buck

Auch in der Hesse-Stadt ziehen die Corona-Kritiker durch die Straßen. Polizei schaut mit kleinem Aufgebot nur zu.

Aktuelle Informationen zur Corona-Lage in unserem Newsblog

Calw - Punkt 18 Uhr setzte sich der Tross in Calw in Bewegung. Kurzfristig hatte man via Messenger-Dienst Telegram die Startlocation vom Rathaus zum Unteren Ledereck verlegt. Trotzdem waren es am Ende rund 250 selbst ernannte "Spaziergänger", die durch die Calwer Straßen zogen. Die meisten mit Teelichtern oder anderen Leuchtmitteln ausgestattet, um damit ihre Ablehnung gegen die Corona-Maßnahmen zu zeigen. Die Teilnehmer waren bunt gemischt: Impfgegner, Kritiker, aber auch Familien mit Kindern samt Hunden. Viele nutzten den Spaziergang nach eigener Aussage, um an die frische Luft zu kommen. Vor dem Calwer Rathaus wurden dann Kerzen entzündet.

Polizei hielt sich zurück

Nach einer guten Dreiviertelstunde zerstreuten sich die Teilnehmer, kleinere Gruppen blieben hier und da stehen und diskutierten. Die Polizei hielt sich während der gesamten Veranstaltung zurück, war mit drei Einsatzfahrzeugen und zehn Kräften vor Ort. Teilweise kam es zu Personenkontrollen, die aber ebenfalls friedlich verliefen. Man wolle jetzt jeden Abend ab 18 Uhr demonstrieren, kündigte einer der Teilnehmer an. Damit ist der erste Lichtspaziergang von Calw Geschichte.