Die Jugendlichen präsentieren das neue Banner des U14-Talentteams. Foto: Beck

Das neue Projekt des Leichtathletikverbandes wird an der Landessportschule Albstadt umgesetzt.

Die WM-Fünfte Sandrina Sprengel aus Grosselfingen träumt von Los Angeles 2028, die Hechinger Brüder Kelson und Clesio de Carvalho haben mit deutschen Meistertiteln und den ersten internationalen Einsätzen die ersten Schritte zur Weltklasse gemacht. Um Nachwuchstalente frühzeitig zu unterstützen, hat die Leichtathletik Baden-Württemberg (LABW) mit den U14-Talentteams ein neues Projekt auf den Weg gebracht.

 

An der Landessportschule Albstadt gab es auch schon einige Trainingstermine für die jungen Talente. Jetzt hat der Präsident des Württembergischen Leichtathletikverbandes, Dieter Schneider, dem örtlichen Teamleiter Michael Beck das Label „U14-Talentteam Leichtathletik Baden-Württemberg“ überreicht. Während die möglichen Medaillengewinner von morgen trainieren, schmückt ein großes Banner für das Talentteam Zollernalb die Trainingshalle der Landessportschule.

Regional werden Talente zusammengefasst

Gerade im Übergang von der Kinderleichtathletik in die U14 der Zwölf- und 13-Jährigen müsse sich die Leichtathletik gegen die Verlockungen von Smartphone & Co durchsetzen. Deshalb führt die Leichtathletik Baden-Württemberg in enger Zusammenarbeit mit den badischen und württembergischen Leichtathletikverbänden dieses Projekt ein. In U14-Talentteams werden regional Talente aus verschiedenen Vereinen zusammengefasst und durch ein zusätzliches Trainingsangebot gefördert. Neben fachlichem Austausch entstehen neue Netzwerke. Lernen sich Trainer und Athleten vereinsübergreifend kennen, ist es möglich, sich beim Coaching auf Wettkämpfen gegenseitig zu entlasten.

Erprobt wurde das Konzept seit rund drei Jahren erfolgreich im Verbandsgebiet des badischen Leichtathletikverbandes. Die positiven Rückmeldungen und Leistungsentwicklungen haben die Verantwortlichen nun dazu bewogen, das Projekt deutlich auszuweiten. „Wir ergänzen damit die bewährten und erfolgreichen Maßnahmen der LABW zur Förderung des Leichtathletiknachwuchses im Land. Schließlich wollen wir gezielt und strukturiert die Nachfolge unser jetzigen Weltklasseathleten sichern“, betont Dieter Schneider. Das Projekt der U14-Talentteams wird dabei professionell durch hauptamtliche Mitarbeiter der LABW koordiniert und begleitet. So wurden mit Florentin Caesar und Michael Beck zwei hoch qualifizierte junge Mitarbeiter gefunden, die sich vereinsübergreifend um die Projektentwicklung in ihren Regionen kümmern.

Der nächste Schritt zu höherer Trainingsqualität

„Mit den U14-Talentteams gehen wir den nächsten Schritt und steigern mit der parallel stattfindenden Trainerhospitation die Trainingsqualität für die talentierten Zwölf- und 13-Jährigen, so dass wir ihnen eine optimale und altersgerechte Entwicklungsperspektive bieten“, lautet das Fazit.