Jedes Chalet soll einen Whirlpool und eine Sauna bekommen. Foto: Pixabay/Icsilviu

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt sechs Projekte von einer Leader-Aktion finanziell gefördert, darunter auch Chalets und Ferienhäuser welche in Bad Rippoldsau und Alpirsbach entstehen sollen. Die letzten schriftlichen Genehmigungen werden in den kommenden Tagen erwartet.

Ressourcenschonend, komfortabel und familienfreundlich: Das sollen die neuen Chalets am Ehlenbogen in Alpirsbach sein. Die Bauarbeiter stehen schon in den Startlöchern. Die Chalets sollen für Urlauber und Touristen ein Ort zur Erholung und Entspannung bieten.

 

Bei der Auswahlsitzung der Leader-Aktionsgruppe Nordschwarzwald im vergangenen Jahr wurden insgesamt sechs Projekte vorgestellt, welche sich über eine Förderung von 2,7 Millionen Euro erfreuen durften. Zu den ausgewählten Projekten gehörte neben den Chalets in Alpirsbach auch ein ganz ähnliches Projekt in Bad Rippoldsau Schapbach.

Regionale Unternehmen beauftragt

Geplant seien zwei fast identische Chalets an einem Hang im Ehlenbogen in Alpirsbach, erklärt Investor Christian Daxkobler. „Die beiden Chalets sollen jeweils etwa 100 bis 120 Quadratmeter umfassen.“ Eines der Chalets bietet Platz für etwa sechs bis acht Personen, in dem anderen können vier bis sechs Personen unterkommen. „Zwischen den Häusern wird es außerdem eine kleine Garage für etwa acht bis zehn E-Bikes geben“, so der Investor.

Die Wohnräume selbst sollen mit umfangreichem Komfort ausgestattet werden. Unter anderem hat jedes der Chalets einen Whirlpool auf der Terrasse und eine Sauna im Innenbereich. Der regionale Aspekt stehe, ganz im Sinne der Leader-Projekte, im Fokus.

Hobbyraum und Weinkeller geplant

Die gesamten Arbeiten werden laut Daxkobler – vom Erdbau bis zur Innenausstattung – mit Handwerkern aus der Region durchgeführt. Beim Bau achte man ebenfalls auf Nachhaltigkeit. Die Chalets sollen in der Holzbauweise, unter dem Einsatz von regionalen Rohstoffen, errichtet werden. „Die Fassade wird aus einheimischen Rohstoffen bestehen – in diesem Fall die Weißtanne“, berichtet Daxkobler.

Außerdem ist ein Hobbyraum und einen Weinkeller mit regionaler Auswahl geplant. Des weiteres basierten beide Chalets auf der sogenannten Smarthome-Technologie, wie der Investor erklärt. Über ein Tablet kann man zentral – von der Schließanlage bis zum Whirlpool – auf sämtliche Systeme zugreifen und diese steuern.

Bau verzögert sich

Von der Zusage der Förderungszuschüsse bis heute sind bereits einige Monate vergangen. Von den Bauarbeiten sieht man jedoch bisher nicht viel, dabei soll der Bau zum Jahresende hin bereits abgeschlossen sein. Grund dafür seien Verzögerungen der Genehmigungen gewesen, aktuell warte man nur noch auf eine letzte schriftliche Zusage des Landratsamts. „Das hat sich leider nun schon seit Oktober gezogen, doch ich rechne mit der letzten Genehmigung in den kommenden Tagen“, bestätigt er. „Die Stadt unterstützt das Projekt sehr, das freut uns“, bemerkt der Schiltacher.

Wanderer und Touristen erhalten Ladestationen

Durch das bebaute Areal führt außerdem der Kinzigtal-Radweg. Hier solle auf Höhe der Straße für Radfahrer und Wanderer Ruhemöglichkeiten errichtet werden. Neben einer kleinen Hütte und einem dort angrenzenden Regiomat, einem Automaten mit regionalen Produkten, sollen Ladestationen für E-Fahrräder gebaut werden.

Die Leader-Aktionsgruppe unterstützt die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Regionen. So hoffe man auch bei diesem Unterfangen die touristische Attraktivität im Schwarzwald steigern zu können: „Die Verbindung von Wellness-Elementen und dem Naturerlebnis, bietet eine Menge Möglichkeiten für Aktivitäten bei gutem, sowie bei schlechtem Wetter“, so der Investor.