Die Kriminalpolizei wertet nun die Daten aus. (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa/Arne Dedert

Gleich sechs Wohngebäude in den Landkreisen Calw, Freudenstadt und Enzkreis haben Kriminalbeamte am Dienstag durchsucht. Der Verdacht: Besitz von Kinderpornografie.

In gleich drei Landkreisen waren am Dienstagmorgen Kriminalbeamte der Ermittlungsgruppe Kinderpornografie und der Kriminalkommissariate Pforzheim und Freudenstadt im Einsatz. Sie durchsuchten insgesamt sechs Wohngebäude.

 

Bei allen sechs Männern ist der Verdacht der gleiche: Verbreitung, Erwerb und Besitz von Kinderpornografie. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 17-Jährigen aus Baiersbronn, einen 36-Jährigen aus Horb, einen 21-Jährigen aus Neubulach, einen 25-Jährigen aus Simmersfeld, einen 62-Jährigen aus Neubulach und einen 53-Jährigen aus Engelsbrand, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Redaktion bekanntgab.

Obwohl die Durchsuchungen alle am selben Morgen stattfanden, gibt es laut dem Sprecher keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Strafverfahren.

Es sei durchaus üblich, dass mehrere Durchsuchungsbeschlüsse an einem Tag vollstreckt werden, auch um Kapazitäten zu bündeln.

Beweismittel beschlagnahmt

Bei den von der Kriminalpolizeidirektion Calw koordinierten Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten mehrere Dutzend Beweismittel, darunter Mobilfunktelefone, Laptops, Festplatten und anderweitige Datenträger. Es seien „insbesondere Kräfte in Zivil“ eingesetzt worden. Auch ein Datenträgerspürhund kam laut dem Polizeisprecher zum Einsatz.

Bei dem 36-Jährigen in Horb stellten die Beamten laut Mitteilung der Polizei zudem „verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz“ sicher. Der Sprecher klärt auf: Es wurden keine scharfen Schusswaffen gefunden, sondern Schlagringe und Ähnliches.

Auswertung der Daten dauert an

Die Tatverdächtigen wurden, sofern von der Polizei als notwendig erachtet, „erkennungsdienstlich behandelt“, indem etwa Bilder gemacht, körperliche Merkmale festgehalten oder Speichelproben entnommen wurden. Anschließend wurden die Männer entlassen, da keine Haftbefehle vorlagen.

Auswertung der Daten dauert an

Spezialisierte Beamte der Ermittlungsgruppe Kinderpornografie müssen die Daten erst noch auswerten. Wie lange das dauern wird, hängt von der Menge ab – die der Polizeisprecher noch nicht beziffern kann. Handelt es sich um riesige Datenmengen, wie es sie in solchen Fällen immer wieder gibt, könnte die Auswertung Wochen oder auch Monate dauern.