Vor dem ersten Relegationsspiel zur Verbandsliga kassiert Königsfeld eine deutliche Niederlage. Für den FC Pfaffenweiler und den SV Aasen endet die Saison mit Erfolgserlebnissen.
Landesliga SBFV: Schnell aus den Köpfen bekommen muss der FCK die 0:7-Abfuhr beim SC Gottmadingen-Bietingen. Aus Sicht von Alexander Thumer, dem Sportlichen Leiter, hatte dies den Hintergrund, „dass wir nicht bei der Sache waren, es zu locker angegangen sind und natürlich klar war, dass wir die Mannschaft komplett auswechseln und die Leistungsträger schonen. Einige Spieler waren sowieso nicht da wegen Urlaub oder Terminen. Der Auftritt war natürlich nicht würdig, daran werden wir uns aber nicht messen“, weiß Thumer, „dass das am Donnerstag komplett anders laufen wird“.
FC Königsfeld
Gegen den SC Durbachtal (Donnerstag, 18.30 Uhr) braucht es wieder die Endspiel-Mentalität wie zuvor gegen Radolfzell. Diese hatte der SC Gottmandingen-Bietingen, der für den sicheren Klassenerhalt noch drei Punkte einfuhr. Beim SC steht ein großer personeller Umbruch mit fünf Abgängen an, darunter ist auch der langjährige Kapitän und Standardspezialist Luca Magro.
Unterdessen hat Königsfeld zwei weitere neue Spieler für die Offensive vom FC 08 Villingen verpflichtet: Maximilian Rudy, Bruder des Ex-Nationalspielers Sebastian, und Luis Milinovic spielen ab dem 1. Juli beim FCK. „Wir freuen uns, beide talentierten und schnellen Akteure für unser Offensivspiel gewonnen zu haben“, so Thumer.
FC Pfaffenweiler
Mit einem 6:0 gegen die SG Dettingen-Dingelsdorf „haben wir noch einmal einen schönen Abschluss mit einer überzeugenden Leistung gefunden“, resümierte Spielertrainer Jonas Schwer. Der dritte Platz mit 55 Punkten und 68:38 Toren – plus den 30 Treffern von Torschützenkönig Jallow Saja (im Vorjahr 26) – bestätigten den Vizemeisterplatz in der Aufstiegssaison 2025.
„Schade ist jetzt natürlich, dass Adrian Scholemann und Felix Ohlhauser aufhören.“ Gerade Ohlhauser überzeugte bei seinem Startelfeinsatz mit drei Vorlagen. „Es ist schon der Wahnsinn, wenn man sieht, was der Felix drauf hat. Wenn er bei 100 Prozent gewesen wäre, hätten wir noch eine personelle Alternative mehr gehabt.“
Ganz verzichten musste Schwer in der Rückserie auf Bathuan Bak. Der Rückkehrer war lange Zeit verletzt. „Er hätte die letzten zwei Spiele schon sein Comeback feiern können, aber wir haben gesagt, er soll jetzt erst in die Sommervorbereitung gesund einsteigen.“ Dann quasi als „Neuzugang.“
Den gibt es indes mit Leon Schmid, der bis zur Winterpause 2024 beim FC 08 Villingen II spielte, dann via dem FC Singen 04 und dem Türk. SV Singen nun nach Pfaffenweiler wechselt.
Drei junge Spieler kommen zudem aus dem U19-Bereich: Julian Jesse, der bisher als Gastspieler in der A-Jugend der DJK Villingen spielte, der 17-jährige Florian Ebner aus der eigenen Jugend und Can Balkesen (Landesliga-U19 des SV Zimmern).
SV Aasen
Spielertrainer Tevfik Ceylan genoss die Zeit nach dem letzten Saisonspiel und dem 4:1-Sieg gegen den SV Denkingen ganz entspannt. Der Aasener war stolz: „Es war eine tolle Saison als Aufsteiger, mit dem sechsten Platz und 80 Toren bin ich super zufrieden. Die Mannschaft hat sehr viel geleistet. Ich habe mich auch sehr gefreut, wie Frederik Edbauer verabschiedet wurde, wie wir danach gefeiert haben. Es war für mich die richtige Entscheidung nach Aasen zu kommen. Wie alle im Verein in verschiedenster Weise sich engagieren und arbeiten, das ist klasse. Nur so ist dann auf dem Platz sportlicher Erfolg möglich“, so der 32-Jährige.
Wie bescheiden Ceylan ist, zeigt, dass er kein Wort zu seinen 30 Toren sagt, von denen viele wichtig und entscheidend waren. „Es ist immer eine Mannschaftsleistung, nicht die eines einzelnen Spielers. Jetzt können wir stolz und entspannt in die Sommerpause gehen“, sagt Ceylan, der zusammen mit Jallow Saja die Torjägerkanone holte.