Ein bisschen Landesgartenschau: An den Ortseingängen, hier in Göllsdorf, grüßen besondere Blumen. Foto: Alt

Der Aufsichtsrat der Landesgartenschau hat sich auf ein Datum für die Eröffnung der Landesgartenschau in Rottweil 2028 festgelegt. Doch es gibt einen Haken.

Rottweil. Bis zur Rottweiler Landesgartenschau 2028 ist es nicht mehr lange hin. Knapp 23 Monate noch, rechnete Oberbürgermeister Christian Ruf in der jüngsten Sitzung des Rottweiler Gemeinderats vor. Die Vorfreude steigt – doch bis dahin bestimmt anderes das Bild: Baustellen und Zäune.

 

Zwar versprach Bürgermeisterin Ines Gaehn in der Sitzung scherzhaft, es werde keine „Gartenschau der Zäune“ werden. Dennoch werden jene Teile des LGS-Geländes, die nun sukzessive fertig werden, bis zur Eröffnung eingezäunt bleiben. Gründe sind Vorschriften und die Umsatzsteuer. Deshalb wird etwa der Spielplatz Gänsbrunnengässle auch erst ganz zum Schluss saniert.

Hoteleröffnung zur Fasnet 2027

In ihrem Bericht nahm Gaehn die Räte mit in die aktuell laufenden und anstehenden Bauarbeiten. „Manches ist schon vor dem Zeitplan fertig“, betonte sie. Im Juni geht es mit dem Bau der Landesgartenschau-Brücke los, die sich vom Stadtgraben hinüber zur Au spannt. Ende 2027 soll diese fertig sein. „Es liegen alle relevanten Genehmigungen vor“, so Gaehn. Den Zuschlag für die Neckarbrücke habe übrigens dieselbe Firma erhalten, die auch die kleinen Brücken über den Neckar baut. Das sorge für Synergieeffekte.

Im Stadtgraben wird fleißig gebaut. Foto: Alt

Im Fokus stünden derzeit noch die Arbeiten an den Wegen entlang des Osthangs. Das Entree vom Gartenschaugelände hinauf in die Stadt und die damit verbundenen Arbeiten am Spitalgarten werden jedoch nach hinten gestellt. Der Grund sind die Arbeiten am Alten Spital. Der Hotelbetrieb, so Gaehn soll nämlich zur Fasnet 2027 starten.

Die Osterferien mitnehmen

Fertig ist inzwischen auch der Rosswasen. Das dortige Grüne Klassenzimmer sei wichtig für die Landesgartenschau. In Ellwangen, so Gaehn, hätten sich dazu über 6000 Schüler angemeldet. Ähnliche Zahlen erwartet die Bürgermeisterin auch für Rottweil. Gemeldet haben sich übrigens bereits zahlreiche Freiwillige. Mehr als 200 Helfer seien bereits registriert.

Man arbeite mit hohem Druck und hoher Präzision an unzähligen Projekten, die derzeit parallel laufen. Denn, das gab Gaehn außerdem bekannt, die Eröffnung der Landesgartenschau 2028 in Rottweil wurde vom Aufsichtsrat auf den 7. April festgelegt. Gut sei, so Gaehn, dass die Landesgartenschau dann schon zu den Osterferien geöffnet sei. Weniger gut, so Monika Hugger (CDU): Bei einer Eröffnung Anfang April müsse man mit „ordentlich Sauwetter“ rechnen. Sie plädierte für ein Soft-Opening und eine große Eröffnung zwei Wochen später.

„Wir sollten schon mit einem großen Knall starten“, meinte Ruf. Vor schlechtem Wetter sei man nie gefeit. Steuerbar ist dafür der Ticketverkauf. Und auch hierzu konnte Ruf schon einige Eckpunkte nennen. Für Kinder soll der Zugang zum Landesgartenschaugelände frei sein. Für welches Alter genau, ließ der OB noch offen. Wer sich am Gartenschauprogramm beteilige, etwa als Musiker, erhalte für diesen Tag freien Eintritt. „Mir ist es wichtig, dass wir eine einfache Staffelung haben“, meinte Ruf bezüglich der Preise.

Kombiticket mit Hängebrücke in Prüfung

Für Rottweiler soll es aber ein besonderes Angebot geben. Das Early-Bird-Ticket solle für einen Zeitraum ab September 2027 Rottweilern den Kauf einer Dauerkarte im Vorverkauf zu einem besonderen Rabatt ermöglichen. Geprüft werden außerdem ein Kombi-Ticket Hängebrücke-LGS und Hängebrücke-Testturm-LGS. „Die Gespräche laufen“, so Ruf.