Rund 150 Gäste besuchten die Vernissage der Ausstellung „Flora Feminina“ . Die Künstlerin zeigt darin einen großen Teil ihres Werks.
Große Resonanz erfuhr die bildende Künstlerin Anne Hess bei ihrer bislang größten Einzelausstellung im Stadtmuseum im Schramberger Schloss. Rund 150 Besucher kamen zur Vernissage. Unter dem Titel „Flora Feminina – Wild verwurzelt wundersam. Natur als Spiegel der Weiblichkeit“ zeigt Hess einen großen Teil ihres Werks.
Sie sei überwältigt gewesen von der Atmosphäre der Ausstellungseröffnung, die auch durch die musikalische Begleitung von Bianca Müller geprägt gewesen sei, sagte Anne Hess im Nachgang. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr stellte die Künstlerin mit brasilianischen Wurzeln vor, die heute mit ihrer Familie in Waldmössingen lebt.
Passend zur Vernissage am Weltfrauentag widmete sich die stellvertretende Stadtmuseumsleiterin Annette Hehr den Frauen im Kunstbetrieb. Sie stellte fest, dass Frauen dort und auch bei Ausstellungen des Stadtmuseums seit 1982 „unterrepräsentiert“ gewesen seien. „Das hat mich überrascht“, sagte sie – doch offenbar finde ein Umdenken statt.
Als Dozentin tätig
Die Künstlerin zeigt 29 farbintensive Werke, die in den Räumen der Bel Etage besonders gut zur Wirkung kommen. Dem Zeichnen und Malen sei sie als Architektin schon immer nahe gewesen. Während der Pandemie habe sie sich intensiver mit der Malerei beschäftigt und sie neu entdeckt, so Hess. Heute gibt sie ihre Leidenschaft als Dozentin an Schulen weiter und bietet regelmäßig einen Kurs „Malen und Zeichnen“ in der Szene 64 an. „Du weckst in jedem die eigene kreative Kraft“, sagte die Szene-64-Vorsitzende Ute Bauknecht.
Frauenporträts
Hess widmet sich in ihrer farbintensiven Acrylmalerei besonders den Themen Natur und Weiblichkeit. Ihre teils großformatigen Werke zeigen organische Elemente, tierische und weibliche Formen sowie üppige Wälder und exotische Blüten. Mit ausdrucksstarken Frauenporträts – etwa einer Textil-Collage von Frida Kahlo – feiert sie Weiblichkeit und Natur. „Flora Feminina“ ist bis Sonntag, 11. Oktober, im Stadtmuseum im Schramberger Schloss zu sehen.