Der Standort Donaueschingen des Schwarzwald-Baar-Klinikums wird bis in sechs oder sieben Jahren geschlossen, dafür erhält das Klinikum in VS einen Anbau.
Der Kreistag beschloss am Montag mit großer Mehrheit (49:3 Stimmen), das ehemalige Kreiskrankenhaus in Donaueschingen zu schließen, sobald der Anbau in Villingen-Schwenningen betriebsbereit ist. Laut Klinikgeschäftsführer Matthias Geiser könnte dies in fünf bis sieben Jahren der Fall sein.
Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly nannte dabei als voraussichtliches Datum, welches auch im Gutachten der Klinik-GmbH genannt wird, das Jahr 2032. Die Schließung von Donaueschingen soll innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einem positiven wirtschaftlichen Effekt von 25 Millionen Euro führen, obwohl der geplante Neubau 108,6 Millionen Euro kosten wird.
Dagegen hätte eine Beibehaltung des Status-Quo zu einem Defizit innerhalb von zehn Jahren zu einem aufaddierten Defizit von 77 Millionen Euro geführt. Der Gemeinderat von Villingen-Schwenningen beschäftigt sich am 20. Mai mit dem Thema, danach soll der Aufsichtsrat des Klinikums eine Entscheidung treffen.
Klinikgesellschaft ist bereits an der Umsetzung
Die Klinikgesellschaft ist bereits an der Umsetzung. Die Umkleiden werden am Standort Villingen-Schwenningen zentralisiert, neue Spinde beschafft. Zum Jahresende 2026 ziehen die Fachabteilungen Thoraxchirurgie, Pneumologie und Geriatrie von Donaueschingen nach Villingen-Schwenningen. Einzelne Abteilungen werden in VS schon saniert.