Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Kreis Rottweil Corona-Infizierte in Kita und in Schule

Von
Jüngst betroffen von der Corona-Pandemie ist die Grundschule in Beffendorf. (Symbolfoto) Foto: Skolimowska

Kreis Rottweil - Schulen und Kindergärten stehen vermehrt im Fokus des Gesundheitsamts. Mehrere Einträge in verschiedenen Einrichtungen im Landkreis lösen eine intensive Kontaktnachverfolgung aus. Wie das Landratsamt auf Anfrage des Schwarzwälder Boten berichtet, sind folgende Einrichtungen betroffen.

In Oberndorf-Beffendorf in der Vorschule gibt es demnach einen positiven Eintrag; 25 Kinder würden aktuell kontaktiert und werden wohl - nach individueller Einschätzung - für 14 Tage ab dem letzten Kontakt (21. Oktober) in häusliche Absonderung gehen.

In Zimmern ob Rottweil gibt es einen positiven Eintrag in die neue Kita. Davon tangiert sind um die 21 Kontakte. Diese wurden individuell zwischen K1 (18) und K2 (drei) eingestuft. Die Zeit der Quarantäne beträgt 14 Tage nach dem letztem Kontakt. Auch dieser war am 21. Oktober.

Im Kindergarten Deißlingen-Lauffen gibt es einen positiven Eintrag: Das betrifft 35 Kontakte. Darunter registriert das Amt bisher sechs Folgefälle. Der Rest wird in der Kategorie K1 eingeordnet. Weitere Ermittlungen laufen, so der Leiter des Gesundheitsamts, Heinz-Joachim Adam.

Frühere Laborergebnisse durch Corona-Warn-App

In der Erich-Hauser-Schule in Rottweil gebe es drei positive Befunde. Betroffene stammten auch aus anderen Landkreisen, auch hier laufen die weiteren Ermittlungen.

Im Albeck-Gymnasium in Sulz geht man inzwischen von sieben positiven Covid-19-Fällen aus. Vier Befunde liegen der Behörde bereits vor. Auf die Ergebnisse der anderen werde noch gewartet. Die zeitliche Verzögerung hängt den Angaben Adams zufolge damit zusammen, dass getestete Menschen die Laborergebnisse via Corona-Warn-App früher bekommen, "was wir sehr begrüßen, da so die Infektionskette noch rascher unterbrochen werden kann, da die positiv Getesteten auch über die App Verhaltenshinweise bekommen".

Vereinzelt neue Einträge registriert das Gesundheitsamt bei der Edith-Stein-Berufsschule, der Grundschule Beffendorf und einer Kita in Schiltach.

Vereinzelt zusätzliche Einträge in bereits betroffenen Einrichtungen gibt es in der Konrad-Witz-Schule in Rottweil und der Berufsschule in Oberndorf. Die Ermittlungen (auch mit Blick auf genaue Zahlen) laufen hier ebenfalls noch, so das Landratsamt unserer Zeitung gegenüber.

Darüber hinaus erreicht uns eine Meldung einer Leserin, dass in Rottweil-Neufra der Kindergarten wegen eines Coronafalls geschlossen sei.

Quarantäne trotz negativem Testergebnis

Die Mutter eine Kindes, das sich vorsorglich in häusliche Absonderung begeben musste, hat sich ebenfalls in unserer Redaktion gemeldet. Das Kind sei inzwischen negativ getestet worden und müsse dennoch ganze 14 Tage zu Hause bleiben. Warum das?

Nachgefragt beim Chef des Gesundheitsamts, Adam, sagt dieser: "Generell gilt: Bei engen Kontaktpersonen (KP1) ändert ein negativer Testbefund nichts an der Dauer der angeordneten 14-tägigen Quarantäne. Dies entspricht der Dauer der maximalen Inkubationszeit von 14 Tagen." Die Quarantäne betrage grundsätzlich 14 Tage nach einem letztem Kontakt. "Ein negativer Test schließt eine Infektion nicht aus, da der Test nur bei ausreichend hoher Virenzahl positiv wird - und mit ansteigender Virenlast die Erkrankung - eben bis 14 Tage nach Infektion - noch ausbrechen kann." Die lange Quarantänezeit diene dem Schutz der besonders vulnerablen Personengruppen.

Lesen Sie auch: Trotz negativem Corona-Test keine Rückkehr in Alltag

Trotz 14-tägiger Quarantäne sei ein Test sinnvoll, da asymptomatische Infizierte entdeckt würden. Als Beispiel dienten die gerade genannten Fälle. "Hier ergaben sich – in der Quarantänezeit – positive Fälle mit Einträgen in andere Einrichtungen, die wir dann - hoffentlich rechtzeitig - identifizieren konnten", so Adam.

Immer wieder werde hinterfragt, warum dann Personen aus Risikogebieten mit einem maximal 48 Stunden alten Laborergebnis einreisen dürfen und keine Quarantäne einhalten müssten. Dies sei aktuell so, da diese nicht als K1-Kontakte nach den RKI-Kriterien für Deutschland gälten.

Der Leiter des Gesundheitsamtes in Rottweil hält hingegen dieses Vorgehen für sinnvoll: "Quarantäne nach Einreise und ein Test frühestens nach fünf Tagen." Aber dies sei noch nicht in einer entsprechenden Verordnung umgesetzt.

Nur zwei neue Corona-Fälle am Montag

Am Montag werden lediglich zwei neue Corona-Fälle im Kreis bekannt gegeben, nachdem in den vergangenen Tagen zweistellige Fallzahlen die Regel waren. Damit erhöht sich die Zahl der positiv Getesteten im Kreis auf 974, davon sind 175 Fälle aktiv, es bleibt bei 27 Todesfällen.

Der Inzidenzwert ist dadurch etwas gefallen. Er beträgt 75,1, nachdem er über das Wochenende auf über 80 geklettert war. Die Entwicklung im Land wiederum zeigt nach oben. Der Inzidenzwert, also die Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner berechnet, liegt bei 85,5. Mit 155,6 weist die Stadt Heilbronn den höchsten Wert aus, in Oberschwaben und im Allgäu sind die Zahlen am geringsten.

Artikel bewerten
24
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.