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Kreis Freudenstadt Coronavirus: Zentrale Fieber-Ambulanz startet

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Fieber ist ein typisches Symptom von Covid-19. (Symbolfoto) Foto: © fotoduets – stock.adobe.com

Kreis Freudenstadt - Die niedergelassenen Mediziner im Kreis Freudenstadt organisieren im Kampf gegen die Corona-Pandemie ihren Praxisbetrieb um. In Dornstetten geht an diesem Freitag um 12 Uhr eine zentrale Fieber-Ambulanz in Betrieb.

Infekt-Patienten au s dem gesamten Landkreis sollen auf diese Weise gebündelt, Haus- und Facharztpraxen gleichzeitig für die sichere Behandlung anderer chronisch Kranker entlastet werden.

Dies gaben das Landratsamt Freudenstadt, das Ärztenetz im Landkreis Freudenstadt und die Stadt Dornstetten am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Änderungen ergeben sich außerdem in der Notfall-Ambulanz im Krankenhaus Freudenstadt.

Newsblog zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region

Die zentrale Infekt-Praxis, so der offizielle Name, befindet sich in der Riedsteighalle. Die Initiative dafür ging von zahlreichen niedergelassenen Ärzten im Landkreis aus. Dorthin werden Patienten zur Untersuchung überwiesen, die sich mit stärkeren Infekt-Beschwerden beim Arzt gemeldet haben, etwa Fieber, Kreislaufproblemen oder Schüttelfrost.

Die Infekt-Praxis in Dornstetten verfügt über zehn Behandlungsplätze. Kinder und Jugendliche werden dort zeitlich getrennt von Erwachsenen behandelt. Das medizinische Personal kommt von Praxen aus dem Landkreis. Außerdem arbeiten Freiwillige und Helfer anderer Institutionen mit, um organisatorische Aufgaben zu übernehmen. "Im Moment sind rund 15 Praxen mit an Bord, es werden aber noch mehr. Wir müssen die Arbeit auf möglichst vielen Schultern verteilen", so Matthias Kraft, Internist und Vorsitzender des Ärztenetzes im Kreis. Denn die Teams sollen im Schichtbetrieb arbeiten. Federführend beim Aufbau dabei waren außer ihm die Ärzte Michael Nagel und Jutta Diem.

Dass die Infekt-Ambulanz in Dornstetten eingerichtet worden ist, hängt mit der zentralen Lage der Stadt im Landkreis zusammen, so Kraft. Die Stadt Dornstetten unterstütze die Infekt-Praxis durch die notwendige EDV-Ausstattung. Sie rechnet mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zur Riedsteighalle und werde deshalb einen Einbahnverkehr über die Riedsteige zur Halle ausschildern. Der abfließende Verkehr werde über den Feldweg geleitet, der parallel zur B 28 verlaufe.

Auch hier besondere Schutzvorkehrungen

Der DRK-Kreisverband organisierte das Notfallmaterial. Ehrenamtliche Helfer der DRK-Ortsvereine stellten Material für den Notfallrucksack zur Verfügung, wie ihn Helfer-vor-Ort im Einsatz haben. Zudem wurden eine Trage und Sauerstoff besorgt, so das Landratsamt. Die Björn-Steiger-Stiftung schickte innerhalb von zwei Tagen einen Defibrillator. Das Technische Hilfswerk übernahm den Aufbau in der Halle.

"Ich finde das eine großartige Initiative unserer Hausärzte, für die ich sehr dankbar bin", so Landrat Rückert. Der Landkreis habe die "zur Versorgung notwendige Praxis unbürokratisch und schnell unterstützt". Bürgermeister Bernhard Haas lobt die Bereitschaft vieler helfender Hände: "Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich bei der Stadtverwaltung unter der Federführung von Bauamtsleiter Alexander Mönch ein kleines Team von haupt- und ehrenamtlichen Kräften gebildet hat, welches die Grundlagen dafür legt, dass die Halle für die Zwecke der Praxis genutzt werden kann." Internist Kraft sieht die Hausärzte mit dieser provisorischen Praxis gut vorbereitet. "Wenn sich alle Patienten an die Regeln halten, werden wir damit die Ausbreitung des Virus effektiv eindämmen können", so Kraft.

Die Behandlung in der Infekt-Ambulanz läuft anders ab als in einer normalen Praxis. Sie unterliegt, ähnlich dem Betrieb der zentralen Praxis für Corona-Tests in Baiersbronn, besonderen Schutzvorkehrungen. Patienten dürfen die Ambulanz nicht einfach aufsuchen, sondern brauchen die Überweisung und die Anmeldung des Hausarztes. Sonst werden sie wieder weggeschickt. "Wir können niemanden annehmen, der nicht angemeldet ist. Die Abläufe müssen strikt eingehalten werden, damit das System funktioniert", so Kraft. Das Ambulanz-Personal trage Schutzanzug samt Atemmaske, um eine Ansteckung zu vermeiden. Patienten wird zunächst ein Parkplatz zugewiesen. Dort sollen sie im Auto sitzen bleiben, bis ein Behandlungsplatz frei ist. Dann würden sie direkt in die Kabine geführt.

Solche Sammelambulanzen gibt es mittlerweile auch in anderen Städten der Region, etwa in Pforzheim. Ärztlich versorgt werden dort Patienten jeden Alters, die vor allem an Atemwegsinfekten und Fieber erkrankt sind. Ungeachtet dessen bleibt die zentrale Abstrich-Stelle für Corona-Tests im Landkreis Freudenstadt in Baiersbronn. Auch dort werden Patienten ausschließlich nach Überweisung durch den Hausarzt getestet.

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