Das Parkraumkonzept für Todtnau sieht vor, dass in der Innenstadt mit Parkschein geparkt werden darf und an den Straßen, die das Zentrum einrahmen, mit Parkscheibe.
Florian Krentel und Urs Eble von Fichtner Water Transportation aus Freiburg haben im Gemeinderat ihr Parkraumkonzept für Todtnau vorgestellt. Benötigt werden nach Angaben des Büros 250 Parkplätze für Anwohner, zirka 100 Parkplätze für Beschäftigte und rund 200 Parkplätze für Kunden und Touristen. Sie schlagen vor, die Innenstadt und die Parkplätze der Rodelbahn mit Parkschein beziehungsweise Parkscheibe zu bewirtschaften.
Im Bereich zwischen Kreuzung Friedrichstraße/Fridolin-Wißler-Straße bis zum Dom und von der Kreuzung Franz-Dietsche-Straße/Meinrad-Thoma-Straße bis zur Kreuzung Feldbergstraße/Spitalstraße sowie auf den Parkplätzen P1, P2 und P3 an der Brandenbergstraße sollen Autofahrer einen Parkschein lösen. An der Spitalstraße, der Freiburger Straße, der Franz-Dietsche-Straße und der Fridolin-Wißler-Straße sowie dem Teilstück der Meinrad-Thoma-Straße zwischen Dietsche-Straße und Schwarzwaldstraße wird, wenn es nach dem Büro geht, künftig für eine längere Verweildauer des Autos eine Parkscheibe benötigt. Für den Parkplatz am Haus des Gastes ist vorgesehen, dort mit Parkscheibe neun Stunden parken zu dürfen.
An den Straßen abseits des Zentrums ist weiterhin freies Parken erlaubt. Auf P1 soll die Höchstparkdauer drei Stunden, auf P2 und P3 jeweils sechs Stunden betragen. „Bei einer Bewirtschaftung mit Parkschein muss eine Höchstparkdauer festgesetzt werden“, sagte Eble.
In der Innenstadt darf man, wenn das Konzept umgesetzt wird, höchstens drei Stunden parken. Die Anwohnerbereiche sollen laut Konzept nicht verändert werden, weil dort keine große Belastung herrscht.
Noch kein Beschluss gefasst
Ein Beschluss über das Konzept wurde nicht gefasst. Urs Eble sagte, Ziel des Konzepts sei es, den Parkwechsel zu erhöhen und eine bessere Nutzung der Parkplätze zu erreichen.
Am 12. August, einem sonnigen Tag, hat sich das Büro die Nutzung der öffentlichen Parkplätze vor Ort angesehen und aufgezeichnet. Sehr hoch belastet war um 9 Uhr der Parkplatz P1, um 12 Uhr waren P2 und P3 überlastet.
Bürgermeister Oliver Fiedel wünscht, dass die Stadt mit P1 und P2 „schnell in die Gänge kommt“. Dort sollen als erstes die Vorschläge aus dem Parkraumkonzept umgesetzt werden. Die Innenstadt ist laut Fiedel ein sensibler Bereich. Laut IHK-Stadtberatung wäre es wünschenswert, dass dort keine Gebühren verlangt werden. Idealerweise sei der Marktplatz autofrei.
Ein bis zwei Euro pro Stunde
Fiedel schlug vor, auf P1 zwei Euro pro Stunde zu verlangen, auf den östlich gelegenen Parkplätzen 1,50 Euro pro Stunde. Krentel schlug ein bis zwei Euro pro Stunde vor, mit einem niedrigeren Beitrag pro Stunde erreiche man nicht den gewünschten Effekt.
Irene Breuer (CDU) kritisierte die zu kurze Maximalparkdauer auf P1 und P2, Fraktionskollege Franz Wagner mahnte Kontrollen an.
Eble erklärte auch, wie das Anwohnerparken geregelt ist. Bewohnerparkvorrechte können laut Straßenverkehrsordnung angeordnet werden in städtischen Quartieren, in denen ein erheblicher Parkraummangel besteht oder droht. Ein solcher besteht, wenn die Parkmöglichkeiten auf den öffentlichen Straßen in einem Gebiet im Durchschnitt zu mehr als 80 Prozent ausgelastet sind.