Nagolds Kitas schließen ab 2026 an zwei Tagen mehr im Jahr. Foto: Andrey Kuzmin - stock.adobe.com

Angespannt ist die Personalsituation bei der Kita-Betreuung in Nagold. Statt neue Stellen zu schaffen, wird die Zahl der Schließtage erhöht.

Der Kultur-, Umwelt- und Sozialausschuss folgte in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung, die Zahl der Schließtage zu erhöhen.

 

Hintergrund ist die auch in Nagold angespannte Personalsituation. Diese vergrößert sich voraussichtlich, wenn ab dem Jahr 2027 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen zusätzlichen Urlaubstag bekommen.

„Bereits heute ist die Organisation des Dienstbetriebs mit den bestehenden Ressourcen bei rund 180 Beschäftigten eine große Herausforderung“, teilte die Verwaltung in der Drucksache mit. Eine vollständige Kompensation der zusätzlichen Abwesenheitstage ohne Erweiterung der personellen Ressourcen oder ohne zusätzliche Schließtage sei betrieblich nicht mehr leistbar.

Die vorgeschlagene und beschlossene Maßnahme: Ab 2026 werden die Schließtage um zwei weitere bewegliche Tag erhöht. Damit hätten die städtischen Kitas dann 32 Tage im Jahr geschlossen. Dies sei nötig zur „Absicherung des Betriebs und zur Entlastung des Personals“.

Gründonnerstag geschlossen

Ein Schließtag wird auf den Gründonnerstag als Brückentag fallen. Der zweite zusätzliche Schließtag wird in Absprache mit den Einrichtungen, den freien Trägern und auch dem Gesamtelternbeirat festgelegt.

Wichtig war der Verwaltung in der Drucksache noch festzuhalten: Die beweglichen Ferientage sollen grundsätzlich in den Schulferien genommen werden.

Weiter heißt es: „Im Vergleich zu Schaffung neuer Stellen stellt die Erweiterung der Schließtage eine wirtschaftlich vertretbare und realistisch gut umsetzbare Lösung dar.“